Virtuelle Maschinen in Hyper-V importieren und klonen


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    Möchte man unter Windows 8 oder Server 2012 virtuelle Maschinen von einem Backup oder einem externen Laufwerk übernehmen, dann steht dafür eine Import-Funktion zur Verfügung. Diese bietet gleich 3 Optionen, von denen auf Anhieb nicht klar ist, was sie bewirken. Sie eignen sich indes nicht nur zur Übernahme von VMs aus externen Quellen, sondern auch für das Klonen vorhandener Maschinen.

    Unter Windows Server 2008 R2 war der manuelle Export und Import noch ein gängiges Mittel, um virtuelle Maschinen zwischen Hosts zu migrieren, wenn kein Shared Storage oder kein Hyper-V-Cluster vorhanden war. Unter Server 2012 verliert dieses Vorgehen dank der Shared Nothing Live Migration an Bedeutung.

    Import bei Windows 8 Hyper-V

    Der Client-Hypervisor in Windows 8 bietet dagegen nur die Möglichkeit, die Dateien einer VM an einen anderen Speicherort zu verschieben. Daher muss man für die Migration eine virtuelle Maschine erst auf den neuen Host übertragen und dann dort manuell importieren.

    Hyper-V hat etwa im Unterschied zur VMware Workstation keine eigene Funktion zum Erstellen eines Full Clone, so dass man dafür ebefalls das Import-Feature nutzen kann. Zu diesem Zweck muss man eine vorhandene VM erst in ein anderes Verzeichnis exportieren, um sie dann re-importieren zu können.

    Das Tool der Wahl ist auch dafür der Hyper-V Manager, der für den Import einen eigenen Wizard enthält. Dieser stellt den Anwender vor die Wahl zwischen folgenden Optionen:

    • Virtuellen Computer direkt registrieren
    • Virtuellen Computer wiederherstellen
    • Virtuellen Computer kopieren

    Der erste Punkt bedeutet, dass die VM importiert wird, ohne dass ihre Dateien in die Standardverzeichnisse für Hyper-V kopiert oder verschoben werden. Ihre ID bleibt bei diesem Vorgang erhalten.

    Beim Import einer VM muss man sich zwischen 3 Varianten entscheiden.

    Das Wiederherstellen bewahrt ebenfalls die ID der VM. Sie kopiert sowohl die Metadaten (.xml) als auch die virtuellen Festplatten in die vorgegebenen Verzeichnisse des Hypervisors. Eventuell vorhandene Snapshots oder Hibernate-Zustände der VM werden nicht übernommen. Bei dieser Variante ist es sinnvoll, am Ende die Quell-VM zu löschen oder aufgrund des möglichen ID-Konflikts nicht auf dem Host zu starten, auf dem sie importiert wurde.

    Das Kopieren bewirkt das gleiche Ergebnis wie das Wiederherstellen, nur dass die VM im Zielverzeichnis eine neue ID erhält. Daher lässt sich dieses Verfahren nutzen, um eine VM zu klonen. Bei Bedarf kann man im Wizard für die Kopie ein alternatives Verzeichnis auswählen.

    In allen drei Fällen ist es von Vorteil, wenn die Netzwerkkonfiguration des Hosts mit jener des Quellsystems übereinstimmt. Andernfalls tritt während des Imports ein Fehler auf, wobei man der VM dann jedoch einen vorhandenen virtuellen Switch aus einem Pulldown-Menü zuweisen kann.

    VMs über PowerShell importieren

    Möchte man den Import lieber über PowerShell erledigen, dann ist unter Windows 8 und Server 2012 dafür das Cmdlet Import-VM zuständig. Es bildet allerdings nicht genau die Optionen des Hyper-V Manager ab. Vielmehr stehen nur die Parameter -Register und -Copy zur Auswahl.

    Die einfachste Variante ist das Registrieren einer VM, die dabei an ihrem Ursprungsort bleibt:

    Import-VM -Path \\vm-store\hyper-v\A2231D79-4C08-4D2D-917D-95E50F9BD4E4

    Fügt man dem Aufruf noch -Copy hinzu, dann werden die Dateien der VM in die Standardverzeichnisse kopiert. Bei Bedarf kann man den mit -VirtualMachinePath einen davon abweichenden Pfad angegeben. Bei diesem Vorgang bleibt die ID erhalten, er entspricht der Option Wiederherstellen im Hyper-V Manager. Hängt man zusätzlich den Schalter -GenerateNewId an, dann erhält die VM wie beim Kopieren über die GUI eine neue ID.

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