Belegung von Laufwerken grafisch darstellen mit WinDirStat

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    Windows bietet mehrere Möglichkeiten, um die Belegung eines Laufwerks zu ermitteln. Sie reicht von der Darstellung als Tortendiagramm in den Eigenschaften eines Datenträgers bis zu den verschiedenen Informationen, die man über den Explorer oder die Kommandozeile erhalten kann. Eine Gesamtschau, die Aufschluss darüber gibt, wieviel Platz welche Dateien und Verzeichnisse verbrauchen, gibt es jedoch nicht. Das kostenlose WinDirStat erfüllt diese Aufgabe.

    Die Inbetriebnahme des Tools ist denkbar einfach. Nach der Installation zeigt es eine Liste lokaler Laufwerke an, die es einzeln oder zusammen analysieren kann. Alternativ kann man auch einen Ordner angeben, von dem ausgehend es den darunterliegenden Verzeichnisbaum einliest. Diese Option ist besonders bei großen Laufwerken mit sehr vielen Dateien nützlich.

    Baumansicht inklusive statistischer Daten

    WinDirStat zeigt die Belegung eines Laufwerks in einer Baumansicht und in einer interaktiven Karte an.Nach dem Scannen der gewünschten Laufwerke oder Verzeichnisse, das WinDirStat auch bei großen Festplatten zügig erledigt, zeigt es in der oberen Hälfte des Fensters ganz konventionell die Baumansicht der Verzeichnisstruktur, die man wie gewohnt erweitern oder einklappen kann. Dort findet man schon die wichtigsten statistischen Daten zu allen Verzeichnissen und Dateien, etwa ihren prozentuellen Anteil an der gesamten Datenmenge des übergeordneten Teilbaums.

    Bei Verzeichnissen erhält man Auskunft darüber, wieviele Dateien sie enthalten und wie groß diese in der Summe sind. Damit ersetzt WinDirStat eigenständige Tools, die nur für diesen Zweck geschaffen wurden, wie etwa SysInternals du.

    Darstellung als interaktive Map

    Das besondere Feature von WinDirStat ist jedoch die Kartendarstellung des gesamten Dateisystem im unteren Teil des Fensters. Dort werden Dateien und Verzeichnisse als farbige Blöcke dargestellt, und zwar in ihrer Größe proportional zum Platz, den sie auf dem Laufwerk belegen. Die Farbe kennzeichnet den Dateityp, sie hängt also von der Endung des Namens ab. Diese Map ist interaktiv, so dass ein Klick auf einen der Blöcke die dazugehörige Datei oder das entsprechende Verzeichnis in der Baumansicht aktiviert.

    Optionen zum Aufräumen

    Der Nutzen des Tools besteht nicht nur darin, dass man detailliert Auskunft über die Belegung eines Datenträgers erhält. Vielmehr möchte man in vielen Fällen daraus Aktionen ableiten, bespielsweise indem man nicht mehr bnötigte Platzfresser gleich entfernt. WinDirStat bietet daher die Möglichkeit, die ausgewählten Objekte in den Papierkorb zu verschieben oder unwiderruflich zu löschen. Außerdem kann man im markierten Verzeichnis die Eingabeaufforderung oder den Explorer öffnen.

    1 Kommentar

    Bild von Günter
    Günter sagt:
    16. Dezember 2011 - 12:01

    Ich persönlich finde die Map gar nicht so übersichtlich, da man die Ordnerhierarchie nicht gut erkennen kann. Das ist bei TreeSize Professional wie ich finde besser gelöst. Einzig die Dateitypen sind darin nicht eingefärbt.

    Es gibt von TreeSize auch eine kostenlose Version, die etwas weniger Features hat als WinDirStat, aber dafür deutlich schneller zu Werke geht. Mir gefällt deren kompakte Darstellung sehr gut.