Blue Screen: Fehler aus Dump-File auslesen mit BlueScreenView

Auch wenn Windows über die Jahre zu einem sehr stabilen Betriebssystem geworden ist, kann es gelegentlich zu Totalabstürzen des Systems kommen. Ein solcher Crash kann besonders bei Hardwareproblemen mit einem so genannten Blue Screen of Death (BSOD) enden. Gleichzeitig schreibt Windows die zur Erforschung der Fehlerursache benötigten Informationen standardmäßig in eine Dump-Datei. Das kostenlose BlueScreenView hilft, diese nach dem nächsten Start des Rechners auszuwerten.

Windows 8 verzichtet auf den mit Text dicht bepackten Blue Screen, da er den meisten Usern ohnehin nichts bringt.Wenn man die im Blue Screen angezeigten technischen Informationen und Fehlercodes auswerten möchte, dann kann man die für relevant erachteten Daten aufschreiben und anschließend in Google nach hilfreichen Hinweisen suchen. Da offenbar kaum jemand so vorgeht und die meisten User mit dem BSOD überfordert sind, verzichtet Microsoft in Windows 8 ganz auf den herkömmlichen Blue Screen und präsentiert als einzige verwertbare Information den Error-String.

Auswertung von Dump-Files

Anstatt sich mit der unübersichtlichen Absturzanzeige auseinanderzusetzen, kann man nach dem Neustart des Rechners die Dump-Datei untersuchen, die im Verzeichnis C:\Windows\Minidump abgelegt wurde und das Datum des Absturzes im Dateinamen enthält. Bei den Dump-Files handelt es sich jedoch um binäre Dateien, so dass man ohne entsprechende Werkzeuge damit nichts anfangen kann.

Liste aller Blue Screens

Die Übersicht über alle Dump-Dateien enthält bereits die wesentlichen Informationen für die Fehlersuche.Ein solches ist das kostenlose BlueScreenView von Nirsoft, das beim Start alle im System vorhandenen Dump-Dateien anzeigt. Bereits in der Übersicht erfährt man über jede Crash-Datei, mit welchem Fehlercode und welchem Error-String Windows beendet wurde und welcher Treiber dafür verantwortlich war. Die Detailansicht jeder Dump-File zeigt eine Liste aller beim Absturz geladener Treiber und ihre Position im Arbeitsspeicher. Sie dürfte nur den wenigsten Benutzern weiterhelfen.

Google-Suche aus BlueScreenView

Praktisch ist dagegen die Möglichkeit, gleich aus BlueScreenView eine Google-Suche nach dem Problemtreiber zu starten. Diese führt zwar häufig auch nicht zum Ziel, sondern nur zu einer Vielzahl ergebnisloser Forumsdiskussionen. Aber viele Alternativen zu einer Google-Recherche gibt es in solchen Fällen nicht.

Das Tool läuft auf allen Windows-Versionen ab XP und Server 2003. Es analysiert Dump-Dateien sowohl von 32- als auch 64-Bit-Windows.

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