TenFourFox: Firefox für Apple-Rechner mit PowerPC-Prozessor

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    TenFourFox BrowserZugegeben, extrem viele Macs mit Mac OS X und einem PowerPC-Prozessor dürfte es nicht mehr geben. Apple respektive dessen Chief Executive Office Steve Jobs hat bekanntlich 2006 IBM die Freundschaft gekündigt und deren CPUs durch Modelle von Intel ersetzt.Doch beim Googeln und Stöbern in einschlägigen Foren stößt man erstaunlicherweise immer wieder auf eine große Zahl von Beiträgen und Fragen von Mac-PPC-Besitzern, die auf der Suche nach zeitgemäßer Software für ihre "Veteranen" sind.

    Auch der Autor dieses Beitrages, eigentlich ein Windows- und Ubuntu-Linux-User, verwendet hin und wieder einen Power Mac G5 unter Mac OS X 10.5.8, der bei einem Unternehmen ausgemustert wurde. Ein Problem bei solchen Alt-Systemen: Leider steht als Standard-Browser "nur" Safari zur Verfügung. Den unter anderem wegen der besseren Bookmark-Verwaltung interessante Open-Source-Browser Mozilla Firefox gibt für PPC nur in der veralteten Version 3.6. Seit Version 4 unterstützt Mozilla aus nachvollziehbaren Gründen PowerPC nicht mehr.

    Wer dennoch Firefox 4 auf einem PPC-System nutzen möchte, kann allerdings auf TenFourFox zurückgreifen. Entwickelt wurde er von "Mac-PPC-Enthusiasten" auf Basis des Firefox-Codes. Dementsprechend bietet TenFourFox dieselbe Benutzeroberfläche und vergleichbare Funktionen wie Firefox 4. Auch Add-ons, wie etwa das Bookmark-Synchronisations-Tool Xmarks, funktionieren mit der PPC-Variante anstandslos.

    TenFourFox-Browser für Apple-Macs mit PPC-ProzessorDer einzige Wermutstropfen für deutschsprachige Nutzer: Es gibt nur eine englischsprachige Version, keine lokalisierte deutsche.

    Informationen zur Weiterentwicklung von TenFourFox stehen in diesem Blog zur Verfügung. Für den Browser stehen Versionen für Macs mit G3-, G4- und G5-CPUs zur Verfügung. Sie können von der TenFourFox-Web-Seite heruntergeladen werden. Die aktuelle Ausgabe ist 4.0.2. Auch von TenFourFox 5 gibt es bereits eine erste Beta-Version.

    Alternativen

    Für Macs mit PowerPC-Prozessoren gibt es zudem noch zwei weitere Browser. Einer ist Camino, der in Version 2.0 zur Verfügung steht. Auch Camino nutzt die "Gecko"-Rendering-Engine von Firefox. Es handelt sich um einen schlanken Browser, der sich besser als TenFourFox in die Mac-OS-Benutzeroberfläche einpasst. Zu den Funktionen zählen Tabbed-Browsing, ein Malware-Schutz sowie ein Pop-up-Blocker.

    Camino für Apple-Mac mit PowerPCAuch die zweite Alternative stammt aus der "Mozilla-Ecke": Es handelt sich um Seamonkey (Version 2.0.14). Diese Software will mehr sein als ein schlichter Browser, sondern auch ein HTML-Editor sowie, E-Mail- und News-Client. Dementsprechend ist die Software etwas wuchtig ausgefallen. Die neue Ausgabe 2.1RC2 enthält unter anderem eine Bookmark-Synchronisationsfunktion und eine komfortablere Verwaltung von Lesezeichen.

    Fehlanzeige bei Chrome und Opera

    Die norwegische Firma Opera dagegen stellte mit Opera 10 die Entwicklung von Browsern für Mac OS PPC ein. Die aktuelle Ausgabe 11.14 unterstützt nur noch Intel-Macs. Auch von Google gibt es nur eine Google-Chrome-Version für Mac-Systeme mit Intel-CPU.

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