Dateidatum ändern und Attribute rekursiv setzen mit Attribute Changer

    Das NTFS-Dateisystem kennt neben den althergebrachten Dateiattributen wie Archiv, schreibgeschützt oder versteckt eine Reihe neuerer Eigenschaften, beispielsweise für die Indizierung durch die Suchfunktion oder für die Komprimierung. Während sich die 3 erstgenannten im Explorer relativ einfach über die Eigenschaften von Dateien oder Verzeichnissen ändern lassen, sind die Funktionen für andere Attribute umständlich zu erreichen oder existieren gar nicht, wie etwa die Möglichkeit zum Ändern des Dateidatums. Der kostenlose Attribute Changer vereinfacht diese Aufgabe.

    Alle Attribute und das Dateidatum lassen sich in einem einzigen Dialog verändern.Ein wesentlicher Vorzug des Tools besteht darin, dass er 6 Attribute für Dateien und Ordner in einem Dialog anzeigt und sich nicht wie der Explorer auf schreibgeschützt sowie versteckt beschränkt und die anderen in einem zusätzlichen Dialog verbirgt. Man kann also die Attribute R, A, S, H, I sowie komprimiert in einem Aufwasch ändern. Zusätzlich findet sich an gleicher Stelle die Option zum Ändern des Dateidatums, wobei hier die Eingabe von absoluten als auch von relativen Werten (z.B. plus 3 Tage und 3 Stunden) möglich ist.

    Dateidatum und Attribute rekursiv ändern

    Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zum Explorer besteht darin, dass der Attribute Changer die Datei- und Ordnerattribute sowie das Datum rekursiv ändern kann. Dazu ist zwar auch der attrib-Befehl auf der Kommandozeile imstande, aber er unterstützt nicht das Attribut komprimiert. Allerdings kann der Attribute Changer seinerseits nicht das Attribut für die Verschlüsselung ändern, dies bleibt dem Explorer vorbehalten.

    Dateifilter für rekursive Operationen

    Ein weiterer Vorteil von Attribute Changer besteht darin, dass man Filter definieren kann, auf welche Dateien bzw. Ordner bestimmte Änderungen durch den Verzeichnisbaum nach unten gereicht werden sollen. Diese Filter können anhand von vorhandenen Attributen definiert werden, so dass beispielsweise nur jene Dateien schreibgeschützt werden, bei denen das Archiv-Bit nicht gesetzt ist. Darüber hinaus können Dateien und Ordner mit bestimmten Namen in eine Operation ein- oder von ihr ausgeschlossen werden. Die Verwendung von Wildcards ist dabei zulässig.

    Aktionen im Simulationsmodus testen

    Von den Windows-Bordmitteln hebt sich das Tool zusätzlich durch einen Simulationsmodus ab. Wie die Bezeichnung nahelegt, werden dabei keine Änderungen geschrieben, sondern nur ein Bericht erstellt, auf welche Objekte sich eine Aktion wie auswirken würde. Einen solchen Report gibt es auch bei tatsächlichen Attributänderungen.

    EXIF-Datum ändern

    Bearbeitet man das Dateidatum von Grafiken, dann blendet der Attribute Changer einen Reiter mit der Bezeichnung Bild ein, unter dem man die in der Datei gespeicherten EXIF-Angaben für Datum und Zeit ändern kann. Dies beschränkt sich nicht auf das Erstellungsdatum, sondern gilt auch für geändert am oder den Zeitpunkt des letzten Zugriffs.

    Implementierung als Explorer-Extension

    Der Attribute Changer ist als Erweiterung des Windows Explorer implementiert und hängt sich in das Kontextmenü von Dateien und Ordnern ein. Er liegt auch in einer deutschen Lokalisierung vor und enthält ein deutsches Hilfesystem. Die Software kann kostenlos von der Website des Autors heruntergeladen werden, er erbittet jedoch Spenden. Sie läuft unter Windows ab der Version 2000 und unterstützt auch die 64-Bit-Ausführungen.

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