GImageX - kostenlose grafische Oberfläche für ImageX

    ImageX ist Bestandteil des Windows AIK und übernimmt dort die Aufgabe, System-Images zu erfassen, verwalten und anzuwenden. Allerdings ist ImageX ein Kommandozeilen-Tool, mit dessen Parametern und Optionen man sich erst vertraut machen muss. Und das Microsoft Deployment Toolkit (MDT) 2010, das als GUI für das WAIK insgesamt dient, ist viel zu wuchtig, wenn man nur eine einfachere Bedienung für ImageX benötigt.

    Diese Aufgabe übernimmt die Freeware GImageX, die die meisten Operationen von ImageX abdeckt. Dazu zählen das Erfassen von (Referenz-)Installationen (capture), das Anwenden eines WIM-Archivs auf ein Laufwerk (apply), das Löschen eines Images aus einer WIM-Datei (delete), das Mounten eines WIM-Archivs und das Kopieren eines Images aus einer WIM in eine andere (export).

    /mount in GImageXDie einzelnen Optionen in den Reitern decken sich nicht mit jenen von ImageX. So umfasst mount auch mountrw, indem man die Checkbox Read and Write anhakt, und unmount wird von dieser Karteikarte ebenfalls durch eine separate Schaltfläche abgedeckt. Hinter dem Reiter change, der keine direkte Entsprechung in ImageX hat, verbirgt sich die Möglichkeit, beschreibende Informationen für ein Image zu ändern, was man auf der Kommandozeile mit der Operation /info erledigen würde.

    Ähnlich verfährt GImageX mit /append, das ein Volume erfasst und an eine bestehende WIM-Datei anhängt. Auf der GUI stellt dies nur eine Erweiterung der capture-Seite dar, in der man alternativ zur Angabe eines neuen Namens eine bestehende WIM-Datei öffnen kann. Einzig der /dir und /split-Befehl werden von GImageX nicht berücksichtigt, so dass man sich den Inhalt eines Images im WIM-Archiv nicht anzeigen lassen kann. Die Alternative bestünde im umständlicheren Mounten der WIM-Datei.

    Die Software erforder keine Installation, vielmehr kann man die 32- oder 64-Bit-Version der EXE-Datei aus dem ZIP-Archiv entpacken und sofort starten. Die mitgelieferte Hilfe war in der von mit getesteten Version defekt und zeigte keine Hilfetexte an. Allerdings ist die Oberfläche von GImageX weitgehend selbsterklärend, so dass man darauf auch verzichten kann.

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