Gratis Network Scanner: Infos auslesen via WMI, SNMP, Remote Registry

    Spezialisierte Tools für WMI-Abfragen oder Wake-on-LAN enthalten entweder einen einfachen Netzwerk-Scanner, um Geräte aufzuspüren, oder verlangen gleich die manuelle Eingabe der Host-Daten. Softperfect geht den umgekehrten Weg und bietet einen kostenlosen Network Scanner an, in den es verschiedene Tools und Funktionen einhängt, die man auf die gefunden Maschinen anwenden kann. Dazu zählt die Unterstützung für verschiedene Schnittstellen, um Geräteinformationen auszulesen, oder die Möglichkeit, Rechner via WoL zu starten oder sie remote herunterzufahren.

    Der Network Scanner von SoftPerfect liefert zahlreiche Informationen über die Geräte im Netz.Das Durchsuchen des Netzwerks funktioniert so wie bei anderen Tools dieser Art: Man gibt einen IP-Adressbereich an, in dem der Network Scanner alle Geräte aufspüren soll. Standardmäßig aktualisiert das Tool die Liste erst nach einem vom Benutzer manuell veranlassten Rescan. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Programm über Live Display in regelmäßigen Abständen nachsehen zu lassen, ob ein Host noch online oder ein neuer hinzugekommen ist.

    Anzeige von freigegebenen Verzeichnissen

    Standardmäßig zeigt der Network Scanner die IP- und MAC-Adresse sowie die Reaktionszeit der Geräte auf einen Ping an. Bei Windows-PCs informiert er über freigegebene Verzeichnisse und markiert solche, die den Schreibzugriff erlauben.

    Das Tool bietet vielfältige Möglichkeiten, die Liste mit vielen weiteren Informationen anzureichern. Die einfachsten bestehen darin, die Hostnamen der Geräte auflösen zu lassen oder anhand der MAC-Adresse den NIC-Hersteller zu eruieren (dieses Feature erfordert den Download einer Herstellerliste).

    Infos über WMI, SNMP oder aus der Registry auslesen

    Weitergehende Informationen lassen sich ermitteln, indem man Geräte-Infos über SNMP ausliest oder WMI-Abfragen veranlasst. Letztere setzen voraus, dass die Firewall der Hosts entsprechend konfiguriert ist, sonst setzt es die berüchtigte Fehlermeldung "Der RPC-Server ist nicht verfügbar". Neben WMI und SNMP können Informationen von Windows-PCs auch über die Registry, die Liste der vorhandenen Dienste oder vom Dateisystem ausgelesen werden.

    Hosts aufwecken, neu starten oder über HTTP öffnen

    Die Aufstellung der gefunden Hosts kann man nicht nur nach verschiedenen Kriterien filtern, sondern einzelne oder mehrere Geräte mit verschiedenen Befehlen ansteuern. Sie lassen sich etwa remote herunterfahren bzw. neu starten oder in den WoL-Manager übernehmen, so dass man sie per Wake-on-LAN aufwecken kann. Außerdem lassen sich Rechner über HTTP, FTP oder Telnet ansprechen, wobei der Network Scanner vorher nicht prüft, ob die notwendigen Dienste dort überhaupt laufen.

    Prüfung auf offenen TCP-Ports

    Das Tool bietet über die genannten Möglichkeiten hinaus noch eine Reihe weiterer nützlicher Optionen, etwa um offen TCP-Port zu entdecken oder eingeloggte User anzuzeigen. Der Network Scanner ist eine portable Software, die nicht installiert werden muss, die heruntergeladene EXE-Datei lässt sich direkt ausführen.

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