Link Shell Extension: GUI-Tool für Hardlinks und symbolische Links


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    Obwohl das NT-Filesystem die von Unix bekannten Datei-Links schon seit längerer Zeit unterstützt, sind sie in der Windows-Welt immer noch relativ wenig gebräuchlich. Das liegt vor allem daran, dass der Explorer bis heute in dieser Hinsicht ein Ignorant geblieben ist. Weder macht er Symbolische Links, Hardlinks oder Verzeichnisverbindungen als solche kenntlich, noch ist er in Lage, diese anzulegen. Windows bietet zu diesem Zweck einzig Kommandozeilen-Tools wie mklink oder den DIR-Befehl mit dem Schalter /al an.

    Eine vollständige Lösung für das Management von NTFS-Links bietet Link Shell Extension des österreichischen Autors Hermann Schinagl. Wie der Name des Tools vermuten lässt, handelt es sich dabei im eine Erweiterung für den Explorer, dessen Kontextmenü für Dateien und Verzeichnisse es um zusätzliche Einträge ergänzt. Diese dienen dem Anlegen der von NTFS unterstützten Link-Typen.

    Link Shell Extension erweitert den Explorer um die Möglichkeit, NTFS-Links anzulegen.Die Bedienung von Link Shell Extension fällt durch die Integration in den Explorer einfach. Man wählt aus dem Kontextmenü einer Datei oder eines Verzeichnisses den Befehl Link-Quelle festsetzen und wechselt dann dorthin, wo der Link eingerichtet werden soll. Das Tool bietet abhängig von der Link-Quelle und dem Link-Ziel die passenden Optionen an. Ist etwa die Link-Quelle eine Datei, dann stehen Symbolic Link und Hardlink zur Auswahl. Handelt es sich um ein Verzeichnis, dann kommen Junction (Verzeichnisverbindung) und Hardlink- bzw Symlink-Klon (Kopie der Verzeichnisstruktur, die alle Dateien als Links enthält) sowie DeLorean-Kopie hinzu. Das Tool erlaubt es auch, die Quelle eines Links nachträglich zu verändern.

    Link Shell Extension ist auch dabei hilfreich, NTFS-Links zu erkennen. Wenn man den Eigenschaften-Dialog eines Links öffnet, dann verfügt dieser über eine zusätzliche Registerkarte mit der Bezeichnung Link-Eigenschaften, aus der man den Link-Typ und die Zahl der Referenzen auf ein Objekt entnehmen kann. Verzeichnisverbindungen und Symbolische Links macht das Tool mit einem eigenen Icon kenntlich. Bei den häufig genutzten Hardlinks tut es das nicht, vermutlich weil sie aus der Sicht des Dateisystems einfach weitere und damit gleichberechtigte Dateinamen für ein bestimmtes Objekt sind.

    4 Kommentare

    Bild von Padman
    Padman sagt:
    30. September 2012 - 14:06

    Scheint ein nettes Werkeug zu sein. Es ist total einfach verschiedene Links etc. anzulegen. Ich habe hier ein Programm welches nur im installieren Zustand richtig arbeit, sobald die Pfade im Programm geändert werden, fängt dieses an zu spinnen. Nun habe ich Abhilfe gefunden, da ich nicht extra in der Konsole (CMD) alles händerisch erledigen muss. Ich wusste gar nicht, dass es überhaupt so eine angenehme GUI gibt und dieses auch nach über 10 Jahren noch gibt :-) Ich hoffe der Entwickler macht in Zukunft weiter. Die Sprache der Oberflächen ist mehrsprachig ;-)

    Was allerdings gerade nicht will ist die "LSEConfig.exe", Windows 7 meldet, dass die Anwendung nicht gestartet werden konnte, da die Side-by-Side-Konfiguration ungültig ist.

    Bild von Padman
    Padman sagt:
    30. September 2012 - 15:49

    Nachtrag:
    Die VCC Runtime musste doch installiert werden, danach funktionierte die LSEConfig.exe, wobei diese Oberfläche auf Englisch ist und es auch kaum Einstellungen gibt.

    Bild von Markus
    Markus sagt:
    5. April 2015 - 14:56

    Inzwischen gibt es auch die LSEConfig in deutsch.
    Anfangs brauchte ich das Programm einfach nur, damit mir die Links nun auch von meinem Windows-Explorer angezeigt werden. Selbst erstellt habe ich erst mal keine: Ist mir auch nur der Unterschied zwischen einer Verküpfung und einem Hardlink gerade bewußt. Aber was zum Geier ist den bitte eine "DeLorian Kopie"... ?

    Ich habe erste einmal mit dem Werkzeug von Uwe Siebert meine Festplatte aufgeräumt ("http://www.uwe-sieber.de/filetools.html"; FSF=Find Same File;option h: replace the file which is more fragmented by hardlink) - leider fehlt für das Programm eine GUI und lieferte auch das was ich wollte nur wenn man es ins rootverzeichnis kopiert. Aber dann hat es ordentlich Platz auf meiner Festplatte freigeschaufelt, ohne das ich jetzt meine sortierung Umstossen hätte müssen: Alle Duppletten-Blätter in meinem Dateibaum wurden durch sparsame Spiegel ersetzt.
    Damit ich nun aber bei der weiteren "Garten-Pflege" dieses Baumes weiter komme ist natürlich diese Link-Extention genau das was man braucht!
    Und entdeckt weitere wunderbare Dinge.
    Ich hoffe bekommen auch bald erklärt was es wunderbares mit dieser "DeLorian Kopie" oder der "Smart Kopie" auf sich hat.
    ;-9
    Ja ich hab's auch rausgefunden.
    Aber leider behersche ich es nicht das so schnell auf den Punkt zu bringen, das es jeder versteht. Ich hoffe es wird noch viele Geben die über dieses Programm ausführlicher Berichten: Denn meiner Meinung nach gehört es einfach auf der "Must-Have" Liste eines Windows-Users genau so wie der PDF-Viewer Sumatra (der sichere PDF-Viewer, der zwar keine PDF-Dokumente bewältigen kann, aber dafür e-Books und andere Formate anzeigt, klein ist und noch nie ein System über die Sicherheitslöcher von Adobes Propäritären Format infiziert hat, in gegensatz zu anderen PDF-Betrachtern!) oder der zweite Browser mit dem Fuchs... usw...

    Bild von honk
    honk sagt:
    3. Oktober 2018 - 12:18

    Hi,
    schau Dir mal den TotalCommander an. Der hat das Doubletten-Tool und noch gaaaanz viele andere schöne Sachen. z.B. Tausende von Dateiennamen (z.B. Fotos) in einem Rutsch ändern -- und das auch wieder rückgängig machen, wenn man sich vertan hat!