Mehrere Programme gleichzeitig deinstallieren mit BCUninstaller

    Programme deinstallierenDas Windows-eigene Applet in der System­steuerung kann bekanntlich immer nur ein Programm auf einmal deinstallieren. Das reicht zwar in den meisten Fällen, aber nicht, wenn man einen PC aufräumen muss. Dagegen putzt der kostenlose BCUninstaller überflüssige Anwen­dungen in einem Aufwasch von der Platte.

    In zentral verwalteten Umgebungen wird man in der Regel kein Tool benötigen, mit dem man Applikationen interaktiv verteilt und entfernt. Außerdem kann man dort unerwünschte Anwendungen mit Hilfe von Black- und Whitelisting bannen, beispielsweise mit AppLocker.

    Neue PCs von Crapware befreien

    Viele kleinere und mittlere Unternehmen haben aber keine Lösung für die Software-Distribution, so dass BCUninstaller hier das Management der Clients erleichtern kann. Das gilt besonders bei der Inbetriebnahme neuer PCs, die oft eine Fülle von so genannter Crapware enthalten (auf dies sich der Name des Tools bezieht, das vollständig Bulk Crap Uninstaller heißt). Schrottprogramme können aber auch durch unachtsame User auf das System gelangen, etwa indem sie bei Downloads irgendwelche Toolbars oder dgl. mitinstallieren.

    Der BCUninstaller listet nach dem Start alle installierten Programme inklusive zusätzlicher Informationen auf.

    Wie das Applet aus der Systemsteuerung erzeugt auch der BCUninstaller nach seinem Start eine Liste aller installierten Programme. Im Unterschied zum Bordmittel zeigt das kostenlose Tool aber mehr Informationen zu den vorhandenen Anwendungen an, darunter den Verzeichnispfad, das Kommando für den Aufruf der Deinstallations­routine und ob es sich um eine 32- oder 64-Bit-Anwendung handelt.

    Mehr Optionen als in der Systemsteuerung

    Aus dem Kontextmenü jedes Eintrags kann man den Speicherort des Programms im Explorer öffnen oder auch den dazugehörigen Registry-Eintrag löschen. Dies ist etwa dann nützlich, wenn sich die Software in der Systemsteuerung nicht mehr entfernen lässt.

    Das Kontextmenü eines jeden Eintrags bietet zusätzliche Optionen, etwa das Öffnen des Speicherorts im Explorer.

    Bedeutsamer sind indes die Filter und Optionen für das Anzeigen und Entfernen von Programmen. So kann man etwa einfach alle Microsoft-Produkte ausblenden oder solche Anwendungen anzeigen, die vom Hersteller als geschützt markiert wurden und daher nicht sichtbar sind. Über eine weitere Option kann man ihre Deinstallation erzwingen.

    Sind auf einem System sehr viele Applikationen vorhanden, kann man sie per Volltextsuche filtern. Schließlich lässt sich die Auswahl von Einträgen vereinfachen, indem man vor jedem einzelnen eine Checkbox einblendet und sie alphabetisch gruppiert.

    Bulk-Deinstallation

    Nach der Auswahl sämtlicher nicht mehr benötigter Programme kann man sie allesamt über einen einzigen Mausklick entfernen. Standardmäßig beginnt der BCUninstaller mit jenen Anwendungen, deren Deinstallation den Eingriff des Benutzers erfordern und schließt den Vorgang mit jenen ab, die einen Silent-Modus unterstützen. Für einen Testlauf kann das Tool das Deinstallieren der ausgewählten Applikationen simulieren.

    Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

    Der BCUninstaller muss seinerseits nicht installiert werden, vielmehr reicht das Entpacken der ZIP-Datei in ein Verzeichnis aus. Somit lässt sich das Tool etwa auf einen USB-Stick kopieren und ist vollständig portabel.

    BCUninstaller kann kostenlos von der Website des Autors heruntergeladen werden. Es setzt die .NET-Runtime 3.5 voraus, die jedoch ab Windows 7 schon auf dem System vorhanden ist.Mehrere Programme auf einmal deinstallieren mit BCUninstalle.

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