MMCSnapInsView: Snap-ins für MMC direkt starten

    Icon Microsoft Management ConsoleNirSoft hat ein kostenloses Tool namens MMCSnap­InsView veröffent­licht, mit dem man alle installierten Snap-ins für die Microsoft Management Console (MMC) anzeigen und direkt ausführen kann. Darüber hinaus liefert es detaillierte Informationen zu jedem Snap-in, die man auch im HTML-Format exportieren kann.

    Nir Sofer entwickelt kostenlose Werkzeuge für IT-Pros schon seit 2001. Sein neuestes Werk ist das relativ einfache MMCSnapInsView, das wieder einmal eine bekannte Lücke der Windows-Bordmittel schließt.

    Überblick über Snap-ins

    Auch wenn Microsoft zuletzt viele Management-Funktionen in den Server Manager verlagert hat, so benötigt man die MMC mit ihren zahlreichen Plugins weiterhin für viele Aufgaben. Um sie zu verwenden, startet man typischerweise erst mmc.exe und führt dort im Menü Datei den Befehl Snap-In hinzufügen/entfernen aus.

    MMC listet alle Snap-ins auf, bevor man sie der Konsole hinzufügt. Dieses Vorgehen ist jedoch umständlich.

    Bei dieser Gelegenheit erhält man eine Übersicht über alle verfügbaren Snap-ins, die auf dem Computer vorhanden sind. Viele von ihnen gehören zum Lieferumfang von Windows, andere wiederum installiert man separat, wie etwa jene der Remote Server Administration Tools (RSAT) oder solche von Dritt­anbietern.

    Alternative zu Systemsteuerung => Verwaltung

    Der Name, den Nir Sofer für MMCSnapInsView gewählt hat, deutet darauf hin, dass er darin vor allem ein Tool zum Anzeigen der installierten Snap-ins für MMC sieht. Nach meiner Einschätzung besteht sein wirklicher Nutzen darin, dass es die MMC-Erweiterungen direkt starten kann, ohne dass man sie erst in die Konsole einhängen muss.

    In der Systemsteuerung kann man aus der Ansicht "Verwaltung" ebenfalls Snap-ins direkt starten.

    Dazu ist zwar auch die Übersicht in der Systemsteuerung unter System und Sicherheit => Verwaltung in der Lage, aber hier scheinen nicht alle Snap-ins auf. Findet man ein Snap-in nicht in dieser Liste, dann bleibt nur der relativ umständliche Weg über das Menü von mmc.exe.

    Snap-ins anzeigen und starten

    MMCSnapInsView muss nicht installiert werden, sondern lässt sich nach dem Herunterladen direkt ausführen, etwa auch von einem USB-Stick. Die Anzeige zu den einzelnen Snap-ins umfasst auch eine Reihe von Informationen, zum Beispiel den Namen, die Beschreibung, die CLSID, die Version oder den Hersteller. Diese Daten lassen sich auch als HTML-Report speichern, wahlweise für ausgewählte oder für alle Snap-ins.

    MMCSnapInsView zeigt alle auf dem Computer installierten Snap-ins für MMC.

    Möchte man ein Snap-in aus dem Tool heraus starten, dann kann man einfach die ersten Buchstaben seines Namens eintippen. Sobald es in MMCSnapInsView markiert ist, drückt man die F2-Taste, um es auszuführen. Das Betätigen der Eingabetaste oder ein Doppelklick mit der Maus führt leider nur zur Anzeige der Informationen zum Snap-in. Bei Bedarf kann man auch mehrere Snap-ins markieren und mit einem Tastendruck starten.

    Nach dem Erscheinen des UAC-Prompts startet MMC mit dem ausgewählten Snap-in. Möchte man die Bestätigung des UAC-Dialogs vermeiden, dann kann man das Tool als Administrator starten. Ein entsprechender Befehl findet sich im Hilfe-Menü, er lässt sich alternativ über STRG + F11 aufrufen.

    Als ein Nachteil des kostenlosen Programms erwies sich die mangelhafte Darstellung auf einem Retina-Display. Die Icons der Toolbar erscheinen dort so klein, dass sie kaum mehr sichtbar sind. Das Ändern der Schriftgröße von Windows oder von spezifischen Elementen (Fensterleiste, Symbole, etc.) hatte keine Auswirkung auf die Icons von MMCSnapInsView.

    Verfügbarkeit

    MMCSnapInsView liegt wie die meisten Nirsoft-Tools in separaten Ausführungen für 32- und 64-Bit-Windows vor. Eine eigene Sprachdatei, die man nur in das Programm­verzeichnis kopieren muss, sorgt für eine deutsche Bedienerführung. Die Software kann kostenlos von der Website des Autors heruntergeladen werden.

    Keine Kommentare