Priorität von Prozessen automatisch verteilen mit Process Arbiter

    Ein Multitasking-System wie Windows verteilt die vorhandene Rechenzeit zwischen allen aktiven Anwendungen. Dabei bestimmt die Priorität eines Prozesses, mit wie vielen CPU-Zyklen er bedacht wird, wenn er mit anderen Prozessen um Rechenleistung konkurriert. Läuft eine rechenintensive Applikation mit der gleichen Priorität wie beispielsweise der Windows Explorer, dann beeinträchtigt sie die Arbeit mit der Windows-Shell. Um dies zu verhindern, kann man im Task-Manager die Priorität von Ressourcen-Fressern manuell reduzieren. Das Tool Process Arbiter dagegen automatisiert die Verteilung von Prioritäten.

    Änderungen der Prozesspriorität gehen nach Neustart verloren

    Wenn man merkt, dass sich das Ansprechverhalten von Windows aufgrund einer ressourcenhungrigen Anwendung verschlechert, dann muss man normalerweise erst im Task-Manager nachsehen, welches Programm der Übeltäter ist. Anschließend kann man ihn über den Befehl Priorität festlegen aus dem Kontextmenü des Prozesses zurückstufen. Allerdings erhält die Anwendung nach dem nächsten Neustart von Windows ihre ursprüngliche Priorität (meistens "normal") wieder zurück.

    Um die Priorität von Prozessen auch über einen Reboot hinaus zu erhalten, kann man sie mit Hilfe des kostenlosen Tools Prio permanent speichern. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Task-Managers, dessen Menü zur Festlegung der Priorität um die Option Save erweitert wird.

    Automatische Priorisierung von Prozessen durch Process Arbiter

    Noch einen Schritt weiter geht Process Arbiter, weil es die Zuteilung von Prioritäten selbständig steuert. Das Tool läuft als Windows-Dienst und überwacht alle laufenden Prozesse auf ihre CPU-Auslastung. Falls eine Anwendung übermäßig Ressourcen in Anspruch nimmt und damit das Antwortverhalten von Windows beeinträchtigt, wird seine Priorität zurückgefahren.

    Das schlanke Frontend informiert über auffällige Prozesse, eine Konfiguration des Tools ist jedoch nicht erforderlich.Zu Process Arbiter gehört ein schlankes Frontend, das anzeigt, welche Prozesse sich eventuell auffällig verhalten und daher unter Beobachtung stehen. Um die Arbeitsweise des Tools zu überprüfen, bringt es eine Testanwendung namens CPU resource hog mit, die einen Fresser von CPU-Zyklen simuliert. Einzustellen gibt es im Client nichts, Process Arbiter muss nicht konfiguriert werden.

    Besonders für den Einsatz auf dem Terminal-Server gedacht

    Der Anbieter, die Sinn GmbH, empfiehlt den Einsatz des Tools besonders auf dem Terminal-Server, weil in einer solchen Multi-User-Umgebung eine größere Zahl von Anwendungen um Prozessorzeit rivalisiert. Programme, die sich hier nicht kooperativ zeigen, beeinträchtigen zudem das Benutzererlebnis mehrerer User.

    Systemvoraussetzungen und Bezugsquelle

    Process Arbiter läuft unter allen Windows-Versionen seit 2000, benötigt das .NET-Framework 2.0 oder höher und liegt sowohl in einer 32- als auch in einer 64-Bit-Version vor. Es kann kostenlos von der Website der Sinn GmbH heruntergeladen werden.

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