PsExec: kostenlose Telnet-Alternative für Windows

    Windows 7 bringt in den Editionen Professional und Ultimate einen Client und Server für Telnet mit, Windows Server sowieso. Damit lässt sich eine Eingabeaufforderung auf entfernten Rechnern starten, so dass man ihn mit Kommandozeilen-Programmen verwalten kann. Allerdings setzt dies einen aktiven Telnet-Server auf allen (potenziellen) Zielrechnern voraus, eine Konfiguration, die man normalerweise nicht möchte.

    Eine Alternative besteht darin, eine Eingabeaufforderung remote über WinRM zu starten. Allerdings setzt diese Technik voraus, dass auf dem Zielrechner der winrm-Dienst läuft und dass die Firewall korrekt konfiguriert ist. Der Vorteil dieses Verfahrens ist aber, dass bei Bedarf die Kommunikation verschlüsselt werden kann.

    Wenn der Start einer Eingabeaufforderung oder eines anderen Programm möglichst einfach gehen soll, dann ist jedoch PsExec von SysInternals das Mittel der Wahl. Es erfordert keine Installation auf dem Client und keine Software auf dem Zielrechner. Es besteht nur aus einer .exe-Datei, die nach dem Download sofort gestartet werden kann.

    In der einfachsten Variante übergibt man PsExec den Namen des entfernten PCs und des Programms, das gestartet werden soll, also beispielsweise

    psexec \\server-core cmd.exe

    Das Tool kann jedoch Programme nicht nur auf einem PC starten, sondern gleich auf mehreren. Entweder übergibt man sie als Komma-getrennte Liste an das Tool, oder lässt PsExec die Namen der Rechner aus einer Datei lesen. Wenn man statt eines PC-Namens \\* als Argument übergibt, dann startet das Tool auf allen Rechnern der Domäne das angegebene Programm.

    Dieses Feature ist sicher nicht für interaktive Software wie die Eingabeaufforderung interessant, aber sicher nützlich, wenn man auf vielen PCs ein Script starten möchte. Praktisch ist in einem solchen Fall, dass ein Programm nicht unbedingt auf den Zielrechnern vorhanden sein muss. Mit dem Schalter -c kann PsExec ein Script dorthin kopieren und anschließend ausführen.

    Eine ganze Reihe weiterer Schalter erlaubt die Ausführung von Programmen zu steuern, etwa indem man sie mit -s unter dem lokalen Systemkonto startet. So gibt man mit -u und -p dem Aufruf einen Benutzernamen und Passwort mit oder mit -w legt man das Arbeitsverzeichnis des Programms fest.

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