Server-Auslastung überwachen mit dem kostenlosen Windows Capacity Check

    Server-MonitoringWer nur über eine kleinere IT-Umgebung verfügt und keine ausgewachsene Monitoring-Software nutzt, kann sich zu einem gewissen Grad auch mit kostenlosen Tools behelfen. Idera bietet ein solches an, um die Hardware-Auslastung von bis zu 10 Servern gleichzeitig zu überwachen.

    Windows Capacity Check liefert keine Erkenntnisse, die man nicht auch durch Bordmittel wie die Leistungsüberwachung (perfmon) oder den Task-Manager gewinnen könnte. Allerdings betrachten die Windows-eigenen Tools immer nur einzelne Rechner, während die Software von Idera die Leistungs­daten von bis 10 Maschinen auf einmal präsentiert.

    Auslastung von CPU, RAM, Disks und Netzwerk

    Sie liefert dabei Daten zur Auslastung der CPU(s), des RAM, Netzwerks und der Plattenkapazität. Beim Arbeits- und Plattenspeicher gibt das Tool Auskunft darüber, wieviel Ressourcen noch verfügbar sind. Dies kann sich gerade bei Hyper-V-Hosts als besonders nützlich erweisen, wenn man dynamische VHD(X) verwendet oder eine hohe VM-Dichte erzielen möchte.

    Capacity Check stellt die Auslastung von bis zu 10 Servern auf einem Dashboard dar.

    Die Darstellung erfolgt in Form eines Dashboards, das jeden überwachten Server als einen in vier Segmente unterteilten Balken präsentiert. Je nachdem ob die Auslastung einer Komponente den angegebenen Schwellenwert unter- oder überschreitet, zeigt Capacity Check den jeweiligen Block in grün, gelb oder rot an. Hebt man einen Rechner in der Liste hervor, dann erhält man Details zur Auslastung der 4 überwachten Ressourcen.

    Auf diese Weise kann der Administrator auf einen Blick erkennen, ob ein Server überlastet ist oder gar ausfällt. In diesem Fall wechselt die Farbe des Balkens auf grau und das Tool zeigt neben dem Namen des Rechners ein Warnsymbol an.

    Beschränkte Konfiguration

    Aufgrund seines klar umrissenen Zwecks bietet Windows Capacity Check nur wenige Möglichkeiten zur Konfiguration. Die wichtigste besteht darin, dass man die vorgegebenen Schwellenwerte für jede Ressource anpassen kann, und zwar jeweils separat für Warnungen und das Erreichen eines kritischen Zustands.

    Admins können die Schwellenwerte für jede Ressource getrennt anpassen.

    Darüber hinaus kann man bestimmen, in welchen zeitlichen Intervallen die Daten von den Rechnern abgerufen werden sollen. Hier sind Werte zwischen 1 und 60 Minuten zulässig, und zwar in Schritten von 1 Minute.

    Separate Anmeldung für jeden Server

    Beim Hinzufügen neuer Server muss man auch in einer Domäne für jeden einzelnen die Anmeldedaten eines Benutzers erneut eingeben. Die Software kann die Windows-Credentials des angemeldeten Users nicht erfassen. Immerhin lassen sich Benutzername und Passwort speichern, so dass die Software beim nächsten Start auf Wunsch alle zuvor überwachten Server automatisch kontaktieren kann.

    Die Anmeldedaten müssen auch in einer Domäne für jeden Server separat eingegeben werden.

    Weitergehende Features wie Alerts über Mail oder SMS kann man von dem einfachen Tool genauso wenig erwarten wie Reports. Sein wesentlicher Nutzen besteht in der übersichtlichen Darstellung wichtiger Leistungsdaten für mehrere Rechner, wobei die Überwachung auch für Workstations funktioniert.

    Verfügbarkeit

    Windows Capacity Check kann nach einer Registrierung kostenlos von der Idera-Website heruntergeladen werden.

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