Storage-Performance messen mit dem kostenlosen DiskSpd von Microsoft

    Besonders bei I/O-intensiven Anwendungen kann die Kommunikation mit Storage-Systemen zum Nadelöhr werden. DiskSpd ist in der Lage, verschiedene Workloads zu simulieren und zu überprüfen, ob die Leistung von Speichersystemen dafür ausreicht.

    Einfache Tools zum Messen der Disk-Performance lesen und schreiben ein vorgegebenes Muster an Daten, so dass die Ergebnisse häufig nicht viel über den möglichen Datendurchsatz unter realen Bedingungen aussagen. Dagegen zeigt sich DiskSpd extrem flexibel, weil man die Charakteristik der Zugriffe durch zahlreiche Einstellungen steuern kann.

    Zahlreiche Parameter für die Kommandozeile

    Da es sich bei DiskSpd um ein Programm für die Kommandozeile handelt, erfordert es die Auseinandersetzung mit einer Vielzahl von Parametern. Dazu zählen solche für die Konfiguration der Blockgröße, der Anzahl von Threads, der Datenmenge pro Millisekunde, der Prozentsatz der Schreiboperationen oder sequenzielles versus zufälliges I/O.

    Die Kombination all dieser Optionen kann, wie von Microsoft versprochen, die Storage-Anforderungen von bestimmten Anwendungen simulieren. Allerdings muss der Anwender selbst wissen, welche Charakteristiken beispielsweise ein SQL Server oder Exchange aufweisen, um diese in DiskSpd nachzubilden. Die in der Dokumentation aufgeführten Beispiele zeigen nur die Verwendung der verschiedenen Parameter, vorkonfigurierte Aufrufe für bestimmte Applikationen enthält sie nicht.

    Konfiguration über XML-Datei

    Die Parameter für Performance-Tests kann man DiskSpd ganz konventionell auf der Kommandozeile übergeben. Für komplexere Befehle, die beispielsweise verschiedene Blockgrößen für die angegebenen Targets festlegen möchten, muss man die Ausführung des Programms mit Hilfe einer XML-Datei steuern. Als Ziele kommen, anders als der Name des Tools erwarten lässt, nicht nur Disks in Frage, sondern auch Partitionen oder Dateien.

    Die Ausgabe von DiskSpd erfolgt in tabellarischer Form auf der Kommandozeile.

    Die Ausgabe des Programms erfolgt standardmäßig in tabellarischer Form auf der Kommandozeile. Möchte man die Messdaten per Script oder in Excel auswerten und weiterverarbeiten, dann unterstützt DiskSpd auch hier XML als Alternative.

    Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

    Die Software existiert in Ausführungen für x86 und x64, die in einem gemeinsamen ZIP-Archiv enthalten sind. Das Tool erfordert keine Installation, vielmehr kann die .exe-Datei nach der Extraktion sofort gestartet werden. Es wurde unter Windows 8.x und Server 2012 (R2) getestet, sollte aber auch unter Windows 7 und Server 2008 R2 laufen. DiskSpd kann kostenlos von Microsoft Technet Gallery heruntergeladen werden.

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