Sysinternals Process Explorer v14

    Sysinternals Process Explorer – gerade in Version 14 erschienen – verdient unter den frei verfügbaren Systemtools besondere Beachtung. Bei dem Task-Manager-Ersatz handelt es sich um das Schweizer Taschenmesser, was Informationen über momentane Prozesse, deren DLLs, Ressourcenverbrauch, CPU- und I/O-Auslastung und Speicherverbrauch betrifft.

    Sysinternals Process Explorer ist das Schweizer Taschenmesser für das Windows-ProzessmanagementEr bietet eine zweigeteilte Ansicht, deren unterer Teil per Tastenkombination ‹Strg›-‹L› zu- oder abschaltbar ist. Hier sind jeweils alle geöffneten Handles (‹Strg›-‹H›) oder verwendeten DLLs (‹Strg›-‹D›) des oben markierten Prozesses ausgeführt. Weitere Informationen, wie den individuellen Ressourcenverbrauch, die zugehörigen Threads, den individuellen Performance-Graphen, die geöffneten TCP/IP-Verbindungen oder den Environment- und Sicherheitskontext erfährt man per Doppelklick auf einen Prozess. Dabei befinden sich auch Zugaben wie die Auflistung aller erkannten Strings, oder die Kommandozeile, mit welcher der Prozess gestartet wurde.

    Gegenüber vorigen Versionen gab es viele Verbesserungen: So erfährt man jetzt bereits beim Mouse-over über einen Prozess seine Kommandozeile – besonders nützlich für svchost.exe-Zeilen. Klappt man eine Prozessgruppe ein, zeigt die CPU-Auslastungsspalte jetzt die Summe aller gruppierten Prozesse. Die per ‹Strg›-‹i› erreichbare Systeminformation hat jetzt zugunsten größerer Darstellungsfläche ein Tab-Interface erhalten.

    Sysinternals Process Explorer kann per Menüpunkt unter „Options“ als Ersatz für den Windows Task Manager installiert werden. Es dauert allerdings gegenüber diesem immer 1 bis 2 Sekunden länger, bevor er auf Tastenkombinationen wie ‹Strg›-‹Shift›-‹Esc› reagiert, weil es sich um ein umfangreicheres Tool mit größerer Ladezeit handelt. Autor Mark Russinovich rät denn auch, ihn gleich verkleinert beim Anmelden zu laden.

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