TeraCopy: Dateien kopieren und verschieben wie unter Windows 8

    Will man über den Explorer mehrere Dateien kopieren oder in ein anderes Verzeichnis verschieben, dann öffnet er für jeden Vorgang ein eigenes Fenster. Im Fall von großen Dateien bleibt diese Fortschrittsanzeige entsprechend lange erhalten, die Kopieraktionen lassen sich darüber nicht anhalten, um etwa Ressourcen vorübergehend für andere Prozesse frei zu machen. Das kostenlose TeraCopy ersetzt die Kopieren- und Verschieben-Funktionen des Explorers durch intelligentere Alternativen, die diese Defizite beseitigen.

    Microsoft hat die mangelnde Flexibilität des Explorers bei solchen Dateioperationen erkannt und für Windows 8 entsprechende Verbesserungen angekündigt. Mit TeraCopy kommt man jedoch schon unter XP, Vista oder Windows 7 in den Genuss einer besseren Funktion für das Kopieren oder Verschieben von Dateien.

    Eigene UI zur Konfiguration von Kopiervorgängen

    Über den Befehl "TeraCopy" im Kontextmenü von Dateien erreicht man einen Dialog zur Konfiguration von Kopiervorgängen.Die Software installiert sich als Erweiterung des Explorers und ergänzt das Kontextmenü von Dateien um den Befehl TeraCopy. Dieser öffnet erwartungsgemäß einen eigenen Dialog, mit dessen Hilfe man Kopieraktionen vorbereiten kann, also Quelldateien und Zielverzeichnis auswählt. Er bietet alle aktuell im Explorer geöffneten Ordner als Ziel an und erlaubt die Zusammenstellung der Quelldateien per Drag & Drop.

    Explorer-Funktionen ersetzen

    Allerdings ist es nicht nach jedermanns Geschmack, den Umweg über einen Mini-Datei-Manager zu gehen, um Dateien zu kopieren oder zu verschieben. Wer die gewohnten Explorer-Mittel bevorzugt und dennoch eine bessere Kopierfunktion haben will, kann die Befehle Kopieren, Ausschneiden und Einfügen im Kontextmenü von Dateien mit TeraCopy belegen. Dies wirkt sich auch auf die dazugehörigen Tastenkombinationen (STRG+C, STRG+V und STRG+X) aus.

    Die Einstellungen für TeraCopy sind umständlich über die Fortschrittsanzeige eines Kopiervorgangs aufzurufen.Diese Einstellung mit der Bezeichnung TeraCopy als Standard beim Kopieren nimmt man relativ umständlich unter Mehr => Menü => Optionen in der Kopieranzeige vor, wobei sie jedoch per Vorgabe schon aktiviert ist. Um an das Konfigurationsmenü zu gelangen, ohne Dateien zu kopieren, kann man beispielsweise die Testfunktion starten.

    TeraCopy wirkt meist im Verborgenen

    Der Ersatz des Explorer-eigenen Kopieren und Verschieben durch TeraCopy hat nicht nur den Vorteil, dass man wie gewohnt weiterarbeiten kann. Bei weniger aufwändigen Operationen, also bei Dateien in der Größe von ein paar Megabyte, erscheint die Fortschrittsanzeige von TeraCopy gar nicht, so dass man in der Regel von dem Programm nichts bemerkt.

    Nützlich für große Dateien

    Erst dort, wo es seine Vorzüge ausspielen kann, präsentiert das Tool seine eigene Anzeige für Kopier- und Verschiebevorgängen. Dort erlaubt es das Pausieren der Operation, um den Rechner für dringendere Aufgaben zu entlasten. Zudem zeigt TeraCopy eine Liste aller kopierten Dateien an und markiert fehlgeschlagene Aktionen. Problemfälle lassen sich gezielt wiederholen, so dass nicht der gesamte Vorgang neu gestartet werden muss.

    Kopierte Dateien lassen sich zudem (automatisch) über einen CRC-Check mit den Originalen vergleichen, um eventuell aufgetretene Fehler zu entdecken. Als weitere Aktionen nach einer Dateioperation sieht das Programm das Auswerfen von mobilen Datenträgern oder das Herunterfahren des Rechners vor.

    TeraCopy bietet nicht nur mehr Komfort als die entsprechenden Explorer-Funktionen, sondern verspricht durch die effiziente Nutzung von Schreib- und Lesepuffern eine bessere Performance. Daher ist es auch als Alternative zu Tools einsetzbar, die wie Fastcopy vor allem auf eine höhere Kopiergeschwindigkeit abzielen, aber eine eigene Bedienerführung mitbringen.

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