Versteckte .vmx-Einstellungen bearbeiten mit dem VMware Tweaker

    VMware TweakerVirtuelle Maschinen unter VMware Workstation und ESXi lassen sich weitgehend über eine grafische Oberfläche konfigurieren, sei es über jene der Workstation, den vSphere Client oder den neuen Web Client. Eine Reihe von Einstellungen kann man aber nur setzen, indem man die .vmx-Dateien editiert. Diese Aufgabe erleichtert der kostenlose VMware Tweaker.

    Häufig sind es neue oder experimentelle Features, die in den grafischen Tools nicht präsent sind. Ein Beispiel dafür ist die mittlerweile gar nicht mehr so neue Unterstützung für UEFI, die man bis dato manuell in die Konfigurationsdatei mit der Endung .vmx eintragen muss. Erst die Version 11 der Workstation wird dies ändern und entsprechende GUI-Optionen bieten.

    Fast 1300 unterstützte Parameter

    Viele andere der versteckten Einstellungen werden nur selten benötigt, so dass es sich für VMware nicht lohnt, die Admin-Oberfläche mit ihnen zu überfrachten. Das trifft etwa auf solche zu, die dem Troubleshooting dienen und bei der Diagnose von Problemursachen helfen.

    William Lam, Blogger von virtualghetto.com, hat eine Liste aller unterstützten .vmx-Einträge für ESXi 4.1 zusammengestellt. Insgesamt enthält sie fast 1300 Parameter und längst nicht alle sind von VMware dokumentiert.

    Dutzende Einstellungen auf 7 Tabs

    Anstatt sich mit dieser undurchsichtigen Materie herumzuschlagen, kann zum kostenlosen VMware Tweaker greifen. Er bietet auf einer grafischen Oberfläche eine Vielzahl von Checkboxen, mit denen sich per Mausklick die Einstellungen in der Konfigurationsdatei setzen lassen.

    Der VMware Tweaker erleichtert die VM-Konfiguration mit Hilfe von vmx-Einstellungen.

    Auch wenn diese insgesamt 7 Registerkarten füllen, deckt das Tool nur die wichtigsten Optionen ab, oder zumindest jene, die der Autor dafür hält. Darunter fallen solche für das Netzwerk, die Zeitsynchronisierung, Sound und Video, BIOS, UEFI sowie aus der Kategorie Vermischtes.

    Nachdem das Tool auch für ältere Versionen der Workstation oder von ESXi gedacht ist, enthält es einige Einstellungen, die sich mittlerweile über die GUI konfigurieren lassen. Dazu zählt etwa die Möglichkeit, die MAC-Adresse von virtuellen NICs zu verändern.

    Die für die meisten Anwender wohl interessanten Einstellungen finden sich unter BIOS und UEFI. Hier kann man zum Beispiel die Boot-Verzögerung festlegen oder sogar eine eigene EFI-Firmware eintragen, die VMware dann statt seiner eigenen verwendet.

    Download der .vmx-Dateien nötig

    Bei VMware Tweaker handelt es sich um ein Windows-Programm, so dass man relativ einfach die .vmx-Dateien bearbeiten kann, die von der Workstation unter dem Microsoft-OS verwaltet werden. Schwieriger wird es bei ESXi, wenn die Dateien einer VM wie üblich auf einem VMFS-Volume liegen. In diesem Fall muss man sie aus dem Datastore herunterladen und lokal editieren. Dabei wird die Originaldatei per Voreinstellung gesichert.

    VMware Tweaker ist eine Open-Source-Software und kann von Sourceforge heruntergeladen werden. Das Tool enthält einen Link zum Download der Hilfedatei (PDF), in der die meisten Einstellungen erklärt werden. Eine Installation des Programms ist nicht erforderlich.

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