Verzeichnisrechte anzeigen mit dem NTFS Permissions Reporter

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    Das Privilegien-Management auf Windows-Shares ist kompliziert, weil NTFS und Freigaben eine Vielzahl von Rechten kennen und diese über Verzeichnis­struk­turen vererbt werden können. Wenn mehrere Administratoren über einen längeren Zeitraum die Verzeichnis­rechte auf einem File-Server pflegen, dann sind daher Inkonsistenzen und zu großzügige Rechte für bestimmte User eine häufige Folge. Der kostenlose NTFS Permissions Reporter hilft dabei, den Überblick zu behalten.

    Verschiedene Bordmittel von Windows sind in der Lage, die Rechte von Benutzern und Gruppen für Verzeichnisse zu ermitteln. Dazu zählt der Explorer, der im Kontextmenü eines Verzeichnisses oder einer Datei die vorhandenen Berechtigungen anzeigt. Außerdem stehen mit icacls und PowerShell auch Tools für die Kommandozeile zur Verfügung. Die größte Schwäche dieser Werkzeuge besteht darin, dass die Informationen entweder über mehrere Orte verstreut sind oder dass die Darstellung unübersichtlich ist.

    Ein Report für mehrere Pfade

    Hier setzt der NTFS Permission Reporter an, der schon den Einstieg in die Analyse der Berechtigungen erleichtert. Wenn man den Pfad zu einer Netzfreigabe nicht auswendig weiß, dann bietet das Tool ein Feld zur Eingabe eines Servers, für den es dann alle Shares anzeigt und aus denen man die gewünschten auswählen kann. Insgesamt kann man eine ganze Liste von Verzeichnissen zusammenstellen, bevor man das Reporting startet.

    Der kostenlose NTFS Permissions Reporter zeigt die Berechtigungen auf Windows-Shares in einer übersichtlichen Form an.

    Befindet man sich bereits in einem Verzeichnis, dessen Berechtigungen man untersuchen möchte, dann muss man nicht das Programm starten und nachträglich den aktuellen Pfad eingeben. Vielmehr erweitert der NTFS Permission Reporter den Explorer um einen Eintrag im Kontextmenü, so dass man ihn von dort für das betreffende Verzeichnis direkt starten kann.

    Informationen über verwaiste Einträge

    Die Übersicht über die vorhandenen Berechtigungen einer Verzeichnisstruktur, die man als Baum oder als Tabelle darstellen kann, zeigt an, ob die jeweiligen Rechte explizit für dieses Verzeichnis vergeben oder ob sie vererbt wurden. Außerdem offenbart das Tool, wenn Rechte für User oder Gruppen eingetragen sind, die gar nicht mehr existieren.

    Editionen und Verfügbarkeit

    Die Software liegt in einer Free und einer Standard Edition vor. Die kostenlose Ausführung liefert vollständige Reports, ihr fehlen aber die Filter- und Export-Möglichkeiten der kostenpflichtigen Version. Diese kann außerdem Berichte zeitgesteuert erstellen und per Mail verschicken.

    NTFS Permission Reporter setzt das .NET Framework 4 voraus. Die Free Edition kann von der Website des Entwicklers Chris Wright heruntergeladen werden. Die Einzellizenz der Standard Edition kostet 149 Dollar.

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