Vergleich von VMware vSphere, Hyper-V und XenServer mit Online-Tool

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    Die führenden Virtualisierungssysteme haben mittlerweile einen Funktionsumfang erreicht, der sich nur schwer überblicken lässt. Das Marketing der Hersteller erschwert die Orientierung mit irreführenden Vergleichen und fragwürdigen Feature-Listen für seine Produkte. Das Online-Tool Virtualization Matrix versucht, die Fähigkeiten der 3 meistverbreiteten System unvoreingenommen gegenüberzustellen und damit eine Kaufentscheidung zu erleichtern.

    Die größte Hürde, die ein Tool für den Funktionsvergleich nehmen muss, ist das Packaging der Produkte in verschiedene Editionen und das Bündeln mit diversen Zusatz-Tools. Denn längst geht es nicht mehr bloß um die Features des Hypervisors, vielmehr rücken die Management-Werkzeuge für virtualisierte Systeme zunehmend in den Vordergrund. Daher kommt es immer wieder vor, dass Feature X bei Hersteller Y zur Basisausstattung des Hypervisors gehört, während es beim Konkurrenten Z über ein Zusatzprodukt erbracht wird.

    Herstellerpolitik erschwert Vergleichbarkeit

    Bei Virtualization Matrix manifestieren sich die voneinander abweichenden Konzepte der Hersteller schon darin, dass es Hyper-V und XenServer mit vSphere vergleicht, also 2 Hypervisor inklusive einer Management-Grundausstattung mit der vSphere von VMware, das neben ESXi auch vCenter enthält. Der Autor des Tools kompensiert diese Unterschiede dadurch, dass er für fehlende Funktionen separate Produkte des Herstellers nennt, über die sie nachgerüstet werden können. Im Fall von Microsoft sind dies häufig der System Center Virtual Machine Manager, SCOM oder SCCM.

    Bevor man die Funktionen der Virtualisierer gegenüberstellt, sollte man schon einen gewissen Überblick über die verschiedenen Editionen haben, damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Immerhin berücksichtigt die Matrix alleine 8 Editionen von vSphere plus den kostenlosen ESXi von VMware, denen nur jeweils 4 Ausführungen der Konkurrenz entgegenstehen.

    Ausführlicher und reduzierter Vergleich

    Den Funktionsvergleich zwischen Hyper-V, vSphere und Xenserver startet man links oben über "Select Vendor and Edition".Der Einstieg in den Produktvergleich ist nicht ganz offensichtlich, da die beim Start leere Vergleichstabelle keine Möglichkeit zur Auswahl der Produkte bietet. Diese erfolgt auf der Web-Seite ganz links oben, wo man über den Link Select Vendor & Edition die dafür vorgesehene Check-Liste aufklappen kann.

    Standardmäßig liefert eine Abfrage eine detaillierte Gegenüberstellungen der Funktionen, die man jedoch auf eine Light View reduzieren kann, die nur die Kern-Features enthält. Diese sind nach Hypervisor und Management gegliedert, der allgemeine Teil enthält Informationen zum Preis und Lizenzmodell. In beiden Ansichten bekommt man weitergehende Erläuterungen zu einem Feature, wenn man mit der Maus über die entsprechende Tabellenzelle fährt.

    Reports mit gewichteten Funktionen

    Neben dem Funktionsvergleich bietet Virtualization Matrix auch einen so genannten Custom Report, bei dem man die einzelnen Funktionen nach ihrer Bedeutung für den geplanten Einsatz gewichten kann. In meinem Versuch erzeugte das Tool nach Klicken des entsprechenden Buttons jedoch keinen solchen Bericht.

    Insgesamt handelt es sich bei Virtualization Matrix um ein nützliches Werkzeug, das besser über die Unterschiede zwischen Hyper-V, vSphere und XenServer Auskunft gibt als viele langatmige Fachartikel. Der Autor Andreas Groth arbeitet bei IBM UK, so dass hier zumindest von Arbeitgeberseite wenig Anlass für Parteilichkeit besteht, weil die IBM in der x86-Virtualisierung keine nennenswerte Rolle spielt.

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