WSCC: Kostenlose GUI für Sysinternals und Nirsoft-Tools

    Die umfangreiche Freeware-Sammlung von Microsoft Sysinternals und Nirsoft sind für viele Admins unentbehrliche Helfer in der täglichen Arbeit. Die schiere Menge der Programme macht es aber schwer, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt, dass die meisten Tools für die Kommandozeile gedacht sind, so dass man vor ihrem Aufruf erst die unterstützten Parameter ermitteln muss. Das kostenlose Windows System Control Center versammelt alle Programme unter einer Oberfläche und erleichtert ihre Nutzung.

    Die meisten Windows-Systemverwalter nutzen die Tools von Sysinternals und Nirsoft, aber kaum einer kann von sich behaupten, dass er sie alle kennt. Das liegt nicht daran, dass die meisten zu exotisch wären, so dass man sie ignorieren kann. Vielmehr handelt es sich insgesamt um mehr als 250 Tools, die man sich erst erschließen muss.

    Installation und Update aller Tools

    WSCC verschafft nach der Installation schon einen ersten Überblick, indem es eine Liste aller Programme erstellt, die man anschließend herunterladen kann. Es beschränkt sich aber nicht auf das anfängliche Einrichten der Tools. Vielmehr entdeckt es alle danach erscheinenden Updates und informiert auch über neu veröffentlichte Programme.

    WSCC installiert und aktualisiert alle Programme automatisch. Security Essentials beschwert sich über angebliche Hacker-Tools.

    Wenn man WSCC nach dem erfolgreichen Download der Programme startet, dann präsentiert es sich als grafische Shell für alle Tools. Um die Navigation zu vereinfachen, unterteilt es im linken Fenster die Werkzeuge nach Herkunft und Kategorien, also beispielsweise fasst es alle Programme von Sysinternals für das Management von Dateien und Laufwerken, Netzwerken oder Prozessen zusammen.

    WSCC als Shell für Windows-Dienstprogramme

    In diese Struktur nimmt die Freeware zusätzlich eine Reihe von Windows-eigenen Dienstprogrammen auf. Dort finden sich Anwendungen für die GUI und die Kommandozeile, das Spektrum reicht von der Ereignisanzeige über ipconfig bis zum Resource Monitor.

    Im rechten Fenster stellt WSCC entweder alle Anwendungen oder die einer ausgewählten Kategorie dar. Besonders praktisch dabei ist, dass es zu jedem Tool die Beschreibung einblendet. Dies erspart angesichts der oft kryptischen Namen ein Rätseln darüber, wofür sie überhaupt gedacht sind.

    WSCC präsentiert die Beschreibung zu allen Programmen, bei Kommandozeilen-Tools zeigt es beim Start deren Hilfetext.

    Volltextsuche

    Alternativ zum Navigieren in der Baumstruktur bietet WSCC eine Volltextsuche. Sie ist nicht nur nützlich, um schnell an ein gewünschtes Tool zu gelangen. Da es auch in den Beschreibungen der Programme sucht, lässt sich dieses Feature auch dafür einsetzen, um nachzusehen, ob es für einen bestimmten Zweck überhaupt ein passendes Werkzeug in der Sammlung gibt.

    Erwartungsgemäß kann man alle Tools direkt aus der Shell starten. Bei GUI-Anwendungen öffnet sich einfach das Fenster des Programms, für die CLI-Tools bietet WSCC dagegen eine grafische Konsole. Beim Öffnen zeigt sie gleich den Hilfetext des betreffenden Programms an, so dass man ersehen kann, welche Parameter es akzeptiert. Nur diese muss man anschließend eingeben, den Programmnamen stellt die Konsole bereit.

    Systemvoraussetzungen

    WSCC unterstützt Windows ab der Version 2000 in 32- und 64-Ausführungen. Die Software gibt es in einer installierbaren und in einer portablen Variante. Beide können kostenlos von der Website des Herstllers KLS Soft heruntergeladen werden.

    Keine Kommentare