0xC1900101, etc.: Fehler-Codes von Setup für Windows 10 verstehen

    Fehler beim Setup von Windows 10Die Neu­installation und das In-Place-Upgrade des Betriebs­systems können aus ver­schie­denen Grün­den scheitern. Viele Probleme lassen sich ver­meiden, wenn man einige Vor­kehrungen trifft. Treten dennoch welche auf, dann hilft Ent­schlüs­selung der Fehler-Codes, um den Ursachen auf die Schliche zu kommen.

    Microsoft empfiehlt für die Migration auf Windows 10 und dessen laufende Aktualisierung das In-Place-Upgrade als bevor­zugte Methode. Die Übernahme von Anwendungen, Einstellungen, Benutzerdaten und Treibern aus einer existierenden Installation stellt das Setup jedoch vor wesentlich größere Heraus­forderungen als das Aufspielen des OS auf einen neuen PC.

    Maßnahmen vor dem Upgrade

    Auch wenn sich dieses Verfahren im Vergleich zu früheren Versionen von Windows deutlich verbessert hat, so kann eine vorhandene komplexe Konfiguration zum Abbruch des Upgrades führen. Dabei ist Windows 10 jedoch in der Lage, in den meisten Fällen zum alten Zustand zurückzukehren.

    Um die Chancen auf eine erfolgreiche Umstellung auf Windows 10 zu erhöhen, empfehlen sich generell einige vorbereitende Maßnahmen:

    • Entfernen von nicht unbedingt notwendiger externer Hardware wie Docking-Stations oder USB-Geräten
    • Installation aller vorhandenen Updates für die alte Version des OS, Aktualisierung von Treibern. Bei Auftreten von Fehlern sollte man ebenfalls ein Update der Firmware in Betracht ziehen.
    • Prüfung aller Laufwerke und System­dateien auf Fehler mit chkdsk, wobei der Schalter /F zur automatischen Reparatur führt. Nützliche Kommandos für die Behebung von Fehlern in Systemdateien sind sfc /scannow und dism.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealth.
    • Deinstallation von Antiviren-Software, wenn sie nicht von Microsoft stammt, stattdessen Einsatz von Windows Defender während des Upgrades.
    • Prüfen, ob mindestens 16GB (für die 32-Bit-Version) bzw. 20GB (für x64) freier Plattenplatz vorhanden ist
    • Beim Setup von Windows 10 sollte man die Einstellung Alle Updates herunterladen und installieren beibehalten.

    Darüber hinaus liefern Tools wie Upgrade Analytics und das MAP Toolkit detaillierte Informationen über die Upgrade-Fähigkeit von PCs.

    Win32-Codes und NTSTATUS

    Grundsätzlich gibt das System zwei verschiedene Arten von Fehler-Codes aus, entweder einen Win32-Error oder einen NTSTATUS. Ersterer beginnt mit 0x8, der Zweite dagegen mit 0xC. Von diesen Werten entnimmt man die letzten vier Stellen und schlägt diese bei Win32 hier und bei NTSTATUS hier nach.

    Fehler mit 0xC sind vom Typ NTSTATUS, 0xC1900101 ist der generische Code für Rollbacks.

    Wenn die Fehlermeldung etwa den Code 0xC000009C ausgibt, dann schaut man, ob sich in dieser Tabelle ein Eintrag findet, der auf 009C endet. Tatsächlich gibt es dort 0xC000009C mit der dazugehörigen Konstante STATUS_DEVICE_DATA_ERROR. Die Beschreibung nennt als Ursache, dass der Datenträger beschädigte Blöcke aufweist.

    Lautet eine Fehlermeldung hingegen beispielsweise auf 0x80000467, dann sucht man nach einem Code, der auf 0467 endet. Dieser findet sich in der Tabelle für Win32 mit 0x00000467 (ERROR_DISK_OPERATION_FAILED). Die Erklärung besagt, dass der Zugriff auf die Festplatte gescheitert ist.

    Zuordnung von Fehlern zu Setup-Phasen

    Das Setup von Windows 10 durchläuft mehrere Phasen, zwischen denen der Rechner neu startet. Abhängig von den jeweils anstehenden Aufgaben können dort Fehler auftreten. Die wichtigsten davon inklusive einer kurzen Beschreibung enthält diese Support-Seite.

    Phasen des Windows-Setup und die darin ablaufenden Operationen.

    Zusätzlich informiert der Extended Code, also der 5-stellige Teil nach dem 8-stelligen hexadezimalen Code über die Phase, in der das Update fehlgeschlagen ist. Dafür interpretiert man nur die erste Ziffer. Bei 0x4000D wäre das die 4 und sie verweist auf den Abschnitt Out-of-Box Experience (OOBE).

    Die letzten beiden Stellen geben Aufschluss über die Operation, an der das Setup gescheitert ist. Eine Liste mit diesen Codes findet sich auf dieser TechNet-Seite.

    Log-Dateien auswerten

    Nachdem das Setup bei einem fehlgeschlagenen Upgrade auf Windows 10 das System auf die vorherige Installation zurücksetzt, bekommen Anwender in vielen Fällen die Meldung 0xC1900101 zu sehen. Es handelt sich dabei um einen generischen Code für den Rollback.

    In dieser Situation hilft zum einen die Auswertung des erweiterten Codes weiter, zum anderen sollte man die Log-Files setupact.log und setuperr.log einsehen, die das Setup in mehreren Verzeichnissen unterhalb von c:\$Windows.~BT zurücklässt.

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