Aktivitätsverlauf (Timeline) in Windows 10 (mit Gruppenrichtlinien) deaktivieren

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    Windows 10 Timeline (Aktivitätsverlauf)Zu den auffälligsten Neuerungen von Windows 10 1803 gehört die so genannte Timeline. Mit diesem Feature können Benutzer nach­verfolgen, wann sie welche Anwen­dungen, Dateien oder Web-Seiten geöffnet haben. Wenn dies in Unter­nehmen nicht er­wünscht ist, lässt der Aktivitäts­verlauf per GPO ab­schalten.

    Die Timeline führt einige Features, die es teil­weise schon länger gibt, in einer Ansicht zusammen. Klickt man in der Taskleiste auf das Symbol rechts neben dem Such-Icon, dann zeigt die folgende Übersicht die aktuell geöffneten Fenster und Anwendungen, wie man es aus der Task-Ansicht kennt.

    Chronologie von App- und Dateinutzung

    Unterhalb kommen nun in chronologischer Reihen­folge die Informationen über kürzliche Aktivitäten hinzu. Die Ansicht speist sich unter anderem aus den Infor­mationen, die Windows für den Schnellzugriff im Explorer sammelt. Er existiert weiterhin in Windows 10 1803 und beschränkt sich wie bisher auf eine Liste lokaler Dateien, die der User geöffnet hat.

    Chronologische Ansicht von Aktivitäten in der Timeline

    Darüber hinaus enthält die Timeline schließlich noch die Browser-Historie. Sie umfasst allerdings nur Seiten, die man mit dem Edge-Browser geöffnet hat, und ausgenommen solche, die im InPrivate-Modus geladen wurden.

    Cloud-Synchronisierung verlängert Timeline

    Auf Basis dieser Daten kann man Cortana anweisen, mit Aufgaben an der Stelle weiter­zumachen, an der man zuletzt aufgehört hat. Dabei besteht die Möglichkeit, auch Aktivitäten von anderen PCs, Android- oder iOS-Geräten einzu­beziehen. Zu diesem Zweck muss man aber die Synchron­isierung über die Cloud aktivieren. Damit einher geht die Ausdehnung der Timeline auf 30 Tage.

    Auch wenn Microsoft im Aktivitäts­verlauf ein Produktivitäts-Feature sieht, dürfte es nicht in allen Unter­nehmen willkommen sein. Das gilt insbesondere für die Synchro­nisierung in die Cloud, die eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erfordert.

    Feature interaktiv abschalten

    Grundsätzlich können Benutzer die Timeline interaktiv über die App Einstellungen konfigurieren. Die entsprechenden Optionen finden sich unter Datenschutz => Aktivitätsverlauf. Hier legen sie fest, ob Windows die erforderlichen Daten für die Timeline sammeln soll. Außerdem lässt sich hier die Synchronisierung de/aktivieren.

    Interaktive Verwaltung des Aktivitätsverlaufs in der App Einstellungen

    Aktivitätsverlauf über GPO konfigurieren

    In verwalteten Umgebungen wird man aber in der Regel die Einstellungen für den Aktivitäts­verlauf zentral vorgeben. Zu diesem Zweck enthalten die Gruppen­richtlinien unter Administrative Vorlagen => System => Betriebs­systemricht­linien drei Einstellungen. Sie befinden sich nur unterhalb von Computer­konfiguration, so dass sich die Maß­nahmen ausschließlich auf Rechner und nicht auf Benutzer anwenden lassen.

    Gruppenrichtlinien für die Timeline

    Über die Option Aktivitätsfeed aktivieren lässt sich steuern, ob die Benutzer beim Öffnen der Task-Ansicht die Timeline zu sehen bekommen. Per Vorgabe ist das Feature unter Windows 10 1803 eingeschaltet, so dass man sie auf diesem Weg nicht aktivieren muss. Vielmehr benötigt man diese Einstellung, um den Aktivitäts­verlauf auszublenden, indem man sie deaktiviert.

    Synchronisierung über GPO steuern

    Die zwei verbleibenden Optionen entsprechen den zwei Checkboxen in der App Einstellungen. Sie heißen Veröffentlichen von Benutzeraktivitäten zulassen (das ist das Pendant zu Windows meine Aktivitäten auf diesem PC sammeln lassen) und Upload von Benutzer­aktivitäten zulassen (entspricht Windows meine Aktivitäten auf diesem PC mit der Cloud synchronisieren lassen).

    Zwei der Gruppenrichtlinien entsprechen den  Optionen in der App Einstellungen.

    Auch diese Einstellungen müssen deaktiviert werden, um die jeweiligen Funktionen abzuschalten. Die entsprechenden Checkboxen werden dann in der App Einstellungen ausgegraut. Diese zeigt aber auch hier ein merk­würdiges Verhalten, indem sie die erste Option immer angehakt lässt, was den Eindruck vermittelt, als dürfe Windows weiterhin Daten für die Timeline sammeln.

    Die Anzeige in der App Einstellungen entspricht nicht dem korrekten Registry-Schlüssel.

    Der zuständige Registry-Schlüssel ist in diesem Fall aber korrekt gesetzt.

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