baramundi Management Suite 2014: Analyse von Schwachstellen, WSUS-Anbindung

    baramundi Management Suite 2014Die Augsburger baramundi Software AG erweitert ihre Management Suite in der Version 2014 um ein neues Modul zur Schwachstellenanalyse. Hinzu kommen Verbesserungen beim Mobile Device Management, die Integration von WSUS in das Patch-Management sowie eine überarbeitete Bedienerführung.

    Der Hersteller ändert mit dem aktuellen Release die Versionierung seiner Software und stellt auf nach dem Muster von Microsoft auf die Nummerierung durch Jahreszahlen um. Dies spiegelt durchaus die Update-Zyklen der Management Suite wider, die größere Neuerungen zumeist in 12- bis 18-Monat-Intervallen brachte. So kamen zuletzt Module für das Energie- und Mobile-Device-Management hinzu.

    Neues Modul Compliance Management

    Bei der baramundi Management Suite 2014 handelt es sich wieder um ein Release, das den Admin-Baukasten um ein weiteres Modul namens Compliance Management ergänzt. Es bringt Funktionen für die Schwachstellenanalyse, die Clients laufend auf verwundbare Produkte prüfen und den aktuellen Status über ein Dashboard grafisch aufbereiten.

    Ein neues Dashboard gibt Aufschluss über die Gefährdung durch Schwachstellen.

    Die Scans erfolgen auf Basis mehrerer Vulnerability-Datenbanken, die von der baramundi-Software regelmäßig konsultiert werden und von denen sie die entsprechenden Regelwerke herunterlädt. Das Tool konsolidiert diese Informationen und gibt dem Administrator die erforderlichen Hinweise, um das Einspielen von Updates abhängig vom Gefährdungsgrad priorisieren zu können. Das Patch-Management erfolgt dann ebenfalls aus der baramundi Management Suite, die alle Module unter einer Oberfläche vereinigt.

    Ein Bericht zeigt die Schwachstellen sortiert nach Produkten an, so dass man besonders gefährdete Software erkennen kann.

    Neben der zügigen Abwehr der gefährlichsten Bedrohungen können die Berichte des Compliance-Moduls auch herangezogen werden, um die Produkte zu identifizieren, die am häufigsten Schwachstellen aufweisen. Auf dieser Basis ließe sich etwa entscheiden, eine bestimmte Software zu auszumustern oder Hersteller mit notorisch schlechten Ergebnissen bei Kaufentscheidungen nicht mehr zu berücksichtigen.

    WSUS als Quelle für das Patch-Management

    Das in die baramundi Management Suite integrierte Patch-Management wird nicht nur durch die neue Schwachstellenanalyse aufgewertet, indem kritische Sicherheitslücken mehr Aufmerksamkeit erhalten als solche mit einer geringeren Gefährdung. Hinzu kommt nun die Integration von WSUS als eine weitere Quelle für Updates und Bugfixes.

    Wenn Unternehmen WSUS einsetzen, dann könnten sie natürlich die Updates von dort direkt auf die Windows-Rechner verteilen. Die nun mögliche Anbindung an die baramundi Management Suite hat jedoch den Vorteil, dass das gesamte Patch-Management für Microsoft- und Nicht-Microsoft-Produkte unter einer Oberfläche erfolgen kann. Zusätzlich lassen sich die Schwachstellen­informationen für der Priorisierung aller Updates aller nutzen.

    Unterstützung von Samsungs SAFE

    Wesentliche Verbesserungen erfährt auch die noch junge MDM-Komponente. Sie unterstützt nun die erweiterten Management-Fähigkeiten von SAFE auf Android-Geräten von Samsung. Damit können deutlich mehr Eigenschaften solcher Geräte konfiguriert werden als bei einer einfachen Version des Google-Betriebssystems.

    Das überarbeitete Interface trennt die allgemeinen von den gerätespezifischen MDM-Einstellungen.

    Die generelle Überarbeitung der Benutzeroberfläche kommt besonders Mobile Devices zugute, weil dort für mehrere Plattformen eine Vielzahl von Einstellungen verwaltet werden muss. Die neue Aufteilung in Registerkarten macht das Interface nun übersichtlicher und konsistenter. So versammeln sich die Optionen, die auf alle unterstützten Plattformen zutreffen, auf einer Seite, während die gerätespezifischen Einstellungen unter eigenen Reitern zu finden sind.

    Support für Windows 8.1 und Server 2012 R2

    Die baramundi Management Suite erweitert schließlich noch die Plattformunterstützung, indem sie nun Windows 8.1 und Server 2012 R2 offiziell erkennt. Hinzu kommt der Support für UEFI beim Deployment des Betriebssystems.

    Die Version 2014 des Client-Management-System wird voraussichtlich Ende Mai erhältlich sein. Wie gewohnt kann man dann eine Testlizenz über die Website des Herstellers anfordern.

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