pnputil, driverquery, Double Driver: Treiber verwalten und sichern


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    Treiber-Backup mit Double DriverSeit Vista fasst Windows alle installierten Treiber inklusive assoziierter Dateien im Verzeichnis driverstore zusammen. Zwei Kommandozeilen-Tools, driverquery und das neue pnputil.exe helfen dabei, Überblick über die installierten Treiber zu behalten bzw. diese hinzuzufügen und zu entfernen. Wer die Übersicht komfortabler haben will und die Treiber für eine mögliche Neuinstallation sichern möchte, kann dafür die Freeware Double Driver verwenden.

    Während unter XP und Server 2003 die Treiber über mehrer Verzeichnisse (\windows\Driver Cache\i386, \windows\System32\Drivers für .sys-Dateien, verschiedene Ordner für Treiber von Drittanbietern, etc.) verteilt waren, platziert Windows 7 alle Dateien unterhalb von %systemroot%\System32\­DriverStore\­FileRepository. Dort finden sich nicht nur die eigentlichen Treiber (.sys), sondern auch .inf- und .xml-Dateien, die Installationsinformationen bzw. Angaben über das Treiberpaket enthalten.

    Die Dateien unter driverstore werden in herstellerspezifische Unterverzeichnisse gespeichert, die Metadaten befinden sich teilweise noch tiefer im Verzeichnisbaum. Um sich einen Überblick über die installierten Treiber zu verschaffen, ist ein Blick in driverstore wenig aufschlussreich.

    Vorhandene Treiber anzeigen

    Windows bringt ein Tool für die Kommandozeile namens driverquery mit, das Auskunft über die im System vorhandenen Treiber geben kann. Es bietet eine Reihe von Optionen die man mit driverquery /? abfragen kann. Praktisch ist etwa die Möglichkeit, die Ausgabe mit dem Aufruf

    driverquery /FO csv

    als CSV zu formatieren, so dass man die Übersicht komfortabler in Excel betrachten kann. Wenn man wissen möchte, ob die Treiber signiert sind, verwendet man den Schalter /si, den man mit /fo kombinieren kann. Möchte man nur herausfinden, welche Treiber unsigniert sind, dann hilft ein Filter mit find:

    driverquery /si|find "FALSE"

    Alle Befehle lassen sich auch für entfernte Computer ausführen, indem man mit den Paramter /s den Rechnernamen, mit /u den Benutzernamen und /p dessen Passwort übergibt.

    Treiber von der Kommadozeile de/installieren

    Ein weiteres Kommandozeilen-Tool namens pnputil kann mehr, als nur die Liste der installierten Treiber auszulesen. Es dient vor allem dazu Treiberpakete hinzuzufügen, zu installieren oder zu entfernen. Normalerweise erledigt man diese Aufgaben über die grafische Oberfläche, typischerweise über den Geräte-Manager. Nützlich ist pnputil immer dann, wenn dieser nicht zur Verfügung steht, etwa nach dem Start von Windows PE oder unter Server Core.

    Die Zahl der Optionen von pnputil ist überschaubar, sie beschränken sich auf -a, -i und -d (add, install sowie delete) und können mit /? erfragt werden. Die Schalter benötigen als zusätzliche Information den Namen der .inf-Datei für den betreffenden Treiber.

    Treiber sichern und wiederherstellen

    Die mit einem Rechner ausgelieferten Treiber-CDs enthalten oft nicht mehr aktuelle Versionen der Software, und im Lauf der Zeit spielt man oft neuere Versionen von Treibern ein. Falls aus irgendeinem Grund die Neuinstallation von Windows nötig ist, dann wäre es praktisch, wenn man bei dieser Gelegenheit bei den Treibern gleich wieder auf den neusten Stand zurückkehren könnte.

    Treiber-Backup mit Double DriverDie Gratis-Software Double Driver leistet genau das, indem sie ein Backup installierter Treiber erstellen und diese wiederherstellen kann. Sie ist zudem ein der Lage, entfernte Rechner oder nicht aktive Windows-Installationen auszulesen. Letzteres ist beispielsweise interessant, wenn das System falsch konfiguriert wurde und nicht mehr startfähig ist. Abhängig davon, wie man den Rechner in dieser Situation bootet, steht Double Driver als Version für die GUI oder die Kommandozeile zur Verfügung.

    Gerade unter solchen Bedingungen ist es ein Vorteil, dass Double Driver nicht installiert werden muss, vielmehr reicht ein Datenträger mit den 2 .exe-Dateien und einer DLL. Das gilt auch für den Fall, dass man eine zuvor gesicherte Version eines Treibers wiederherstellen möchte.

    Das Tool ist übrigens unabhängig davon, wo die Treiber installiert sind, also ob bereits das einheitliche Verzeichnis driverstore besteht oder nicht. Deshalb funktioniert es nicht nur mit Vista und Windows 7, sondern auch mit XP.

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    Bild von Wolfgang Sommergut

    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
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