Schriften ohne administrative Rechte installieren

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    Schriftarten in Windows 10Die Instal­lation von Fonts gehört immer noch zu den Tätig­keiten, die admini­strativen Be­nutzern vorbe­halten bleiben. Wenn User häufig Schriften instal­lieren müssen, aber keine erhöh­ten Privi­legien er­halten sollen, dann helfen hier eigene Tools. Windows 10 ab Version 1803 erlaubt das Nach­laden von Fonts aus dem Store.

    Microsoft hat seit Windows 7 das Prinzip des Least Privilege so weit umgesetzt, dass Standard­benutzer die meisten Auf­gaben erledigen können, die bei der täglichen Arbeit anfallen. Eine Ausnahme bleibt jedoch die Installation von Schriften. Wenn Anwender aufgrund ihrer Tätigkeit häufig neue Fonts benötigen und diese auch noch selbst hinzu­fügen sollen, dann brauchen sie erhöhte Rechte.

    Die Installation von Schriften erfordert administrative Privilegien.

    Fonts in der Einstellungen aus dem Store laden

    Windows 10 bringt ab der Version 1803 ein neues Feature für solche Szenarien. Dieses besteht allerdings nicht in der Anpassung lokaler Mecha­nismen, sondern im Nachladen von Schriften aus dem Microsoft Store.

    Verwaltung von Schriften in der App Einstellungen

    Zu diesem Zweck verfügt die App Einstellungen nun unter Personalisierung über eine eigene Seite für die Verwaltung von Schriftarten. Dort findet sich auch der Link Weitere Schriftarten aus dem Store abrufen. Wenn man diesem folgt, dann öffnet sich erwartungs­gemäß die Store App.

    Fonts über den Microsoft Store installieren ab Windows 10 1803

    Die Installation von Schriften über den Store verlangt weder ein Microsoft-Konto noch lokale admini­strative Rechte. Fonts, die dem System auf diesem Weg hinzugefügt werden, lassen sich wie die vor­installierten Schriften wieder über die App Einstellungen entfernen.

    Schriften deinstallieren über die App Einstellungen

    Lösungen ohne Store

    Trotz dieser Neuerung wird es auch zukünftig Bedarf an Lösungen geben, um Schriften direkt zu installieren. Das ist unter anderem dann der Fall, wenn man eine ältere Version von Windows nutzt oder die gewünschten Fonts im Store nicht vorhanden sind. Manche Unternehmen blockieren zudem den Microsoft Store für ihre Mitarbeiter, so dass diese Quelle dann gänzlich ausscheidet.

    Hier helfen kostenlose Utilities weiter. Sie sind in der Lage, Schriftarten ohne administrative Rechte zu registrieren, und zwar auch in anderen Ordnern als dem standard­mäßigen %SystemRoot%\Fonts. Allerdings bleiben sie dann nicht dauerhaft verfügbar, sondern nur für die jeweilige Sitzung. Man muss den Vorgang daher bei jeder Anmeldung wiederholen.

    GUI-Tool für Font-Registrierung

    Wenn Benutzer interaktiv Fonts hinzufügen und entfernen sollen, dann wird man dafür meist ein GUI-Tool vorziehen. Ein solches ist WinFontsForAll. Dabei handelt es sich nicht um eine portable Software, vielmehr muss sie regulär installiert werden. Dabei provoziert sie unter Windows 10 aufgrund eines fehlenden Zertifikats eine Warnung.

    Nach dem Setup nistet sich das Tool im System Tray ein, aus dem man es mit einem Mausklick öffnen kann. Es bietet einen Button zum Hinzufügen und einen zum Löschen von Schriften. Um welche zu registrieren, öffnet man im entsprechenden Dialog die gewünschten .ttf-Dateien aus einem beliebigen Verzeichnis.

    WinFontsForAll lässt Standardbenutzer Fonts hinzufügen und entfernen. Nach dem Start registriert es alle Fonts erneut.

    WinFontsForAll löst das Problem mit der bloß temporären Registrierung von Schriften, indem es sich die hinzugefügten merkt und sie beim nächsten Start des Programms wieder selbständig aktiviert. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, das Tool über die zuständige Checkbox beim Logon automatisch starten zu lassen.

    regfont für die Kommandozeile

    Möchte man Fonts über Scripts oder die Kommando­zeile hinzufügen, dann eignet sich dafür das ebenfalls kostenlose regfont.exe. Es handelt sich dabei um ein Open-Source-Programm, das man samt Quellcode in einer ZIP-Datei von der Website des Autors herunterlädt. Im Verzeichnis bin finden sich eine 32- und ein 64-Bit-Version des Tools.

    Die Ausführung ist denkbar einfach. Mit dem Schalter -a registriert man eine oder mehrere Schriften, -r entfernt sie wieder.

    regfont -a font1 font2 ...

    Im Gegensatz zu WinFontsForAll erfordert regfont.exe keine Installation.

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