Kaseya: Systemverwaltung als Managed Service

    Kaseya ist ein Anbieter von Systemverwaltungssoftware, der erst seit drei Monaten auf dem deutschen Markt präsent ist. Anlass für die heutige Pressekonferenz war die Vorstellung der neuen Produktversion Kaseya 2. Der Funktionsumfang der Software ist zwar respektabel, aber interessanter ist die Strategie, diese an Managed-Service-Provider (MSP) zu verkaufen, so dass Firmen die Systemverwaltung auslagern können.

    Die Tools decken ein breites Spektrum der Systemverwaltung ab, von Monitoring, Inventarisierung, Patch-Management und Softwareverteilung bis zu einem neuen ITIL-konformen Service Desk. Typischerweise werden derartige Werkzeuge in großen Unternehmen eingesetzt, an kleinere und mittlere Firmen verkauft Kaseya ähnlich wie andere Anbieter einfachere Varianten der Software.

    Dagegen sollen Systemhäuser mit Hilfe von Kaseya zu MSPs werden, die kleinere Firmen in den Genuss der gesamten Management-Funktionen bringen. Sie könnten wie bei Managed Services üblich gegen eine regelmäßige Gebühr wesentliche Aspekte der Systemwartung als Dienst beziehen. Ein Systemhaus würde dabei die Software in seinem Rechenzentrum hosten und mit Hilfe der auf den Kundenrechnern installierten Agents Laufzeit­informationen sammeln oder Patches anwenden.

    Als Konkurrenzvorteil etwa gegenüber Altiris sieht Kaseya die Mandatenfähigkeit seiner Software, die in der MSP-Variante technisch identisch mit der Enterprise-Ausführung ist. Der Unterschied liegt im Lizenzmodell, wobei auch Systemhäuser auf herkömmliche Weise Lizenzen erwerben müssen. Die Herausforderung besteht darin, diese Anfangsinvestition in ein Service-Modell zu übersetzen. Während nämlich die meisten Funktionen im Paket gekauft werden müssen, ist es üblich, Managed Services fein abgestuft nach Leistungen zu berechnen. Ein MSP muss daher schauen, dass er pro Lizenz mehrere Dienste erbringen kann.

    Für den SOHO-Markt kündigte Kaseya eine kostenlose SaaS-Version seiner Fernwartungsfunktion an, mit der auf bis zu 25 Rechner zugegriffen werden kann. Derzeit findet sich auf der Website noch keine Möglichkeit, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen.

    Keine Kommentare