Lizenzschlüssel für ESXi und vCenter in vSphere Web Client verwalten

    Lizenzen zuweisen in vSphere Web ClientDie wesentliche Aufgabe von VMware vCenter ist es, die Ressourcen von ESXi-Hosts zu bündeln und in einer Konsole zu verwalten. Damit ein­her geht auch die zentrale Administration der Lizenz­schlüssel. Im Vergleich zum alten vSphere Client vereinfacht der Web Client diese Tätigkeit.

    Der von VMware aufs Abstellgleis geschobene vSphere Client ließ aufgrund seiner eigenwilligen Bedienung manch einfache Tätigkeit in eine Suchorgie ausarten, darunter auch die Eingabe eines ESXi-Lizenzschlüssels. Der besser strukturierte Web Client schafft hier Abhilfe, aber er steht nur dann zur Verfügung, wenn man vCenter nutzt. Die schlechte Nachricht ist also, dass man den kostenlosen ESXi bis auf Weiteres mit der alten Prozedur aktivieren muss.

    Eigene Keys für vCenter und ESXi

    Erwirbt man Lizenzen für VMware, dann erhält man separate Schlüssel für vCenter und die ESXi-Hosts. Während jener für vCenter aufgrund seiner Bezeichnung leicht zuzuordnen ist, folgt die Beschreibung für die Host-Lizenzen diesem Muster: License key(s) for VMware vSphere with Operations Management Enterprise Plus for 1 processor. Die Namen der Editionen und die Zahl der CPUs können natürlich variieren.

    Der Web Client sieht mehrere Positionen für die Eingabe der Lizenzschlüssel für vCenter und die ESXi-Hosts vor. Startet man von der Homepage des Web Clients, dann gibt es dort ein eigenes Icon für Lizenzierung. Öffnet man die dazugehörige Seite, dann findet man Übersichten für alle bereits verwendeten Keys sowie die lizenzierten Produkte. Auf den Registerkarten für vCenter und Hosts lassen sich Dialoge für die Eingabe weiterer Schlüssel öffnen.

    Die Homepage des Web Clients enthält ein eigenes Applet für die Lizenzverwaltung.

    Befindet man sich dagegen in der Bestandslist für vCenter oder ESXi-Hosts, dann lassen sich die Dialoge für die Verwaltung der Lizenzschlüssel auch von dieser Stelle aus erreichen. Für Ersteren wählt man den betreffenden vCenter Server aus der Bestandsliste im linken Fenster aus und findet dann unter der Registerkarte Übersicht im Abschnitt Lizenzierung den Befehl Lizenzschlüssel zuweisen.

    Den Befehl zur Eingabe eines Schlüssels für vCenter findet man auf der Registerkarte Übersicht.

    Bei den ESXi-Hosts ist das Vorgehen gleich, wobei sich alternativ der zuständige Dialog unter dem Reiter Verwaltung => Einstellungen => Lizenzierung aufrufen lässt. Hat man bereits den vSphere-Key für einen Host verwendet, dann spart man sich die erneute Eingabe, indem man diesen über die Option Vorhandenen Lizenzschlüssel zuweisen wählt. Voraussetzung ist natürlich, dass er noch zur Aktivierung weiterer Hosts berechtigt.

    Um die Aktivierung mehrerer Hosts zu vereinfachen, kann man einen bereits vorhandenen Key auswählen.

    Nach dem Übertragen des Schlüssels in das zuständige Formularfeld kann man mit dem Befehl Entschlüsseln prüfen, ob der Key tatsächlich zur Nutzung jener Editionen und Ressourcen berechtigt, die man erworben hat. Diese Informationen findet man nachher im Kontextmenü des Lizenzschlüssels.

    Probleme bei Fristüberschreitung

    Wenn man 60-Tage-Frist für die Aktivierung eines Hosts verstreichen lässt, dann trennt vCenter die Verbindung zu ihm. Der ESXi-Server wird in diesem Fall mit einem roten Icon markiert und der Web Client zeigt die Meldung "Getrennt vom Host. Grund: Lizenz abgelaufen" an.

    Überschreitet man die Frist zur Aktivierung von ESXi, dann wird der Host von vCenter getrennt.

    Um dieses Problem zu beheben, kann man einfach den Befehl Verbinden aus dem Kontextmenü des Hosts auswählen. Allerdings warnt das System vor dieser Aktion, weil auf diese Weise alle Konfigurationsänderungen verloren gehen, die man direkt am Host vorgenommen hat, während dieser von vCenter getrennt war.

    Trifft dieser Sachverhalt zu und man möchte die ESXi-Einstellungen behalten, dann sollte man den Host erst aus der Bestandsliste entfernen und nachher neu verbinden. Bei diesem Vorgehen bleiben jedoch ebenfalls Daten auf der Strecke, und zwar die bisher gesammelten Leistungsformationen. Reports über die zurückliegende Performance des Servers stehen damit nicht mehr zur Verfügung.

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