Microsoft Desktop Optimization Pack 2013 R2: App-V 5.0 SP2, UE-V 2.0

    Microsoft Desktop Optimization PackMicrosoft veröffentlichte das MDOP 2013 R2, eine Sammlung von Tools für das Desktop-Manage­ment. Das Update sorgt zum einen dafür, dass alle Produkte mit Windows 8.1 zu­sammen­ar­bei­ten, zum anderen bringt es neue Features für App-V sowie UE-V 2.0. Letzteres syn­chro­nisiert nun auch Einstellungen von Store Apps.

    Der letzte große Umbau der Produktsammlung erfolgte mit der Version 2012, als Med-V sowie Asset Inventory Service (AIS) ausgemustert und mit UEV ein neues Tool hereingenommen wurde. Das vor einem halben Jahr veröffentlichte MDOP 2013 brachte alle Werkzeuge auf den Stand von Windows 8 und enthielt zudem ein neues Release vom MBAM, einer Software zur zentralen Verwaltung von Bitlocker.

    MDOP 2013 R2 führt diesen Kurs der moderaten Weiterentwicklung fort, indem es alle Tools für den Einsatz unter Windows 8.1 tauglich macht. Darüber hinaus erhält App-V 5.0 ein neues Service Pack, und das jüngste Mitglied namens UE-V ist als Release 2.0 mit von der Partie.

    Virtualisierung von Office 2013 mit App-V 5.0 SP2

    Das wahrscheinlich bekannteste und mit Sicherheit das umfangreichste Produkt von MDOP ist App-V, Microsofts Lösung zur Virtualisierung von Anwendungen. Das Service Pack 2 dient vor allem der besseren Unterstützung von Office 2013 Professional Plus (nur Volumenlizenzen), indem es dessen Packaging mit Hilfe des Office Deployment Tool erlaubt.

    Dieses bietet eine komfortable Alternative zum Sequencing, bei dem eine Software herkömmlich installiert werden muss, währenddessen App-V alle Änderungen aufzeichnet, die das Programm am System vornimmt. Dagegen lassen sich die Einstellungen für die Office-Produkte mit dem Deployment Tool vorab festlegen.

    Explorer-Integration von virtualisierten Anwendungen

    Zu den weiteren Neuerungen von App-V 5.0 SP2 gehören die Shell Extensions, so dass sich virtualisierte Anwendungen ähnlich in den Explorer integrieren wie solche, die auf traditionelle Weise installiert wurden (siehe dazu: Anwendungsvirtualisierung versus herkömmliche Installation). Das äußert sich etwa in programmspezifischen Einträge in das Kontextmenü von Dateien oder in der Aufnahme einer Anwendung in das Submenü Senden an.

    Neben dem SP2 für App-V 5.0 veröffentlicht Microsoft auch das SP3 für App-V 4.6, so dass Anwender von MDOP 2012 auch Packages für Windows 8.1 bereitstellen können. Die Version 4.6 wird außerdem benötigt, wenn virtualisierte Applikationen unter XP ausgeführt werden sollen.

    UE-V 2.0 unterstützt Store Apps

    Die markanteste Neuerung von MDOP 2013 R2 ist das Release 2.0 von UE-V. Der Name steht für User Environment Virtualization, aber das Produkt bietet nur einen Teil des Funktionsumfangs, der in dieser Produktkategorie üblich ist (siehe dazu UEM-Vergleich: Tools für die Verwaltung von Einstellungen und Profilen). Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das Roaming von benutzerspezifischen Einstellungen des Betriebssystems und von Anwendungen.

    In der Version 2.0 kann UE-V auch die Konfiguration von Store Apps zwischen verschiedenen Geräten abgleichen, so dass es nun zusammen mit App-V-Packages und konventionell installierten Programmen alle Arten von Windows-Anwendungen unterstützt.

    Darin unterscheidet es sich von der Funktion zur Synchronisierung von Einstellungen, die Teil von Windows 8.x ist und die Konfiguration von Apps auf Skydrive speichert. UE-V ist zudem explizit für den Einsatz auf Terminal-Server und in virtuellen Desktops vorgesehen, wofür Windows-Bordmittel wie Roaming Profiles praktisch nicht geeignet sind.

    Verbesserte Synchronisierung

    UE-V 2.0 bringt einige Verbesserungen beim Synchronisieren von Einstellungen, darunter einen zeitgesteuerten Abgleich zwischen verschiedenen Geräten. Bisher fand dieser nur statt, wenn Benutzer ihre Anwendungen öffneten oder beendeten sowie beim An- und Abmelden am System. Darüber hinaus kann ein solcher Vorgang jetzt auch manuell angestoßen werden.

    Einen Fortschritt bewirkt die überarbeitete Sync-Engine auch bei Geräten, die häufig offline sind. UE-V 1.0 benötigte in diesem Fall die Hilfe von Offline-Dateien, um die zwischengespeicherten Einstellungen nach dem erneuten Verbinden mit dem Netzwerk übertragen zu können. Die Version 2.0 ist darauf nicht mehr angewiesen.

    Über das Company Settings Center können die Benutzer die Synchronisierung von Einstellungen steuern.

    UE-V .0 erlaubt schließlich noch eine feiner abgestimmte Kontrolle über die Einstellungen, die einem Benutzer auf andere Geräte oder Terminal-Sessions folgen sollen. Zu diesem Zweck enthält es ein Tool namens Company Settings Center, das zusammen mit dem Agent auf den Clients installiert wird und das sich aus der Systemsteuerung starten lässt.

    Verfügbarkeit

    MDOP ist wie gehabt jenen Kunden vorbehalten, die eine Software Assurance für den Client abgeschlossen haben. Es kann über ein Abonnement bezogen werden, permanente Lizenzen sind nicht verfügbar.

    Keine Kommentare