Netstat, Ressourcenmonitor, TCPEye: Aktive Internet-Verbindungen anzeigen

    Der Ressourcenmonitor zeigt alle wesentlichen Netzwerkaktivitäten an.Bekanntlich bauen nicht nur Programme, von den man es erwartet und die man explizit dazu veranlasst, eine Internet-Verbindung auf. Zur kommunikationsfreudigen Software gehören unter anderem alle möglichen Update-Routinen oder Funktionen, die sich aus verschiedenen Gründen zu Hause beim Hersteller melden. Die schlimmste Sorte sind Schadprogramme, die den Rechner als Wirt für ihre parasitären Aktivitäten missbrauchen. Um einen Überblick über die Netzwerkverbindungen des PCs zu bekommen, bietet Windows eigene Tools an. Darüber hinaus gibt es auch kostenlose Produkte von Drittanbietern, die diesen Zweck erfüllen.

    netstat: Netzwerkstatistiken auf der Kommandozeile

    Der Klassiker unter den Tools für Netzwerkstatistiken, das ursprünglich von Unix stammt, ist netstat. Dieses Programm für die Kommandozeile listet nicht nur ein- und ausgehende IP-Verbindungen auf, sondern gibt auf Anfrage auch Routing-Tabellen und weitergehende Statistiken aus. Um festzustellen, welche Programme im Netzwerk aktiv sind, gibt man

    netstat -b -f

    ein. Der Schalter -b zeigt die ausführbare Datei an, die für das Erstellen jeder Verbindung verantwortlich ist. Nimmt man noch -f hinzu, dann zeigt es den vollen Domänennamen für externe Adressen an.

    Ressourcen-Monitor in Windows 7

    Der Ressourcenmonitor zeigt alle wesentlichen Netzwerkaktivitäten an.Windows 7 bietet mit dem Ressourcenmonitor eine deutlich freundlichere und informativere Alternative zu netstat an. Man kann ihn vom Task-Manager unter der Registerkarte Leistung aufrufen oder unter Ausnutzung der Windows-Suchfunktion vom Startmenü durch Eintippen des Namens aktivieren.

    Unter dem Reiter Netzwerk listet das Tool in drei Rahmen die Aktivitäten unter verschiedenen Kriterien auf. Während die Übersichten zu Netzwerkaktivitäten und TCP-Verbindungen nur informativen Charakter haben, lässt sich zu jedem Eintrag unter Prozesse mit Netzwerkaktivität ein Kontextmenü öffnen. Darüber lassen sich einzelne Prozesse oder ganze Prozess-Strukturen beenden bzw. deren Kommunikation über das Netz anhalten.

    Kostenloses Tool TCPEye

    Für die Netzwerk-Analyse bietet TCPEye weniger als der Ressourcenmonitor, dafür integriert er aber einige Services.Eine ebenfalls GUI-basierte Alternative zu netstat ist TCPEye. Im Wesentlichen zeigt es die gleichen Informationen an wie der Ressourcenmonitor, also die Remote-Adresse, geöffnete Ports, die Namen der involvierten Prozesse oder die IP-Version. Das Produkt ist vor allem unter XP interessant, das kein Äquivalent zum Ressourcenmonitor bietet.

    Ein Unterschied zum Windows-eigenen Programm besteht darin, dass TCPEye im Kontektmenü für jeden Eintrag zusätzliche Funktionen anbietet. Dort lässt sich nicht nur ein Prozess beenden, sondern man kann auch verdächtige Programme direkt zu einem Online-Virenchecker hochladen. Außerdem integriert das Tool das Nachschlagen der entfernten IP-Adresse in der Whois-Datenbank. Das ebenfalls eingebundene GeoIP-Tool, mit dem sich der Standort der Gegenstelle in einem Kartendienst anzeigen lassen sollte, endet mit einer Fehlermeldung des Internet Explorer.

    2 Kommentare

    Bild von tim
    tim sagt:
    13. Mai 2013 - 11:22

    relativ interessante tools, meine frage:
    ersetzen diese auch ein antivirus-prog?

    Bild von O. Deno
    O. Deno sagt:
    25. Januar 2016 - 11:14

    Ich möchte einfach mal überprüfen was für Verbindungen von meinem PC mit Windows 7 nach aussen gehen und wohin. Erfassen die vorgestellten Programme tatsächlich ausnahmslos alle ausgehenden Verbindugen? Oder gibt es da Einschränkungen oder Umgehungsmöglichkeiten, z.B. von Schadprogrammen auf dem eigenen PC.