Project Honolulu 1711: Integration von PowerShell und RDP, Management von Windows 10

    Projekt HonoluluMicrosoft veröffent­lichte eine weitere Preview seiner Web-basierten Management-Tools für Windows. Sie sind nun in der Lage, eine RDP- oder eine Power­Shell-Verbin­dung zu den verwal­teten Remote-PCs aufzu­bauen. Außer­dem unter­stützen sie nun auch Client-Systeme und dienen dort als Alter­native zur Computer­verwaltung.

    Auch wenn Microsoft mit den Honolulu-Tools das Ziel verfolgen dürfte, den gesamten Funktions­umfang der RSAT abzubilden, so sind sie derzeit noch ein ganzes Stück davon entfernt. So fehlen etwa noch Funktionen für die Verwaltung des Active Directory, von DHCP oder DNS sowie der RDS (siehe dazu: Web-Tools für Windows Server (Projekt "Honolulu"): Die Funktionen im Überblick).

    Remotedesktop füllt Funktionslücken

    In diesem Zusammen­hang ist die Integration des neuen Remotedesktop-Moduls zu verstehen. Es soll dem Administrator direkt aus dem Kontext des verwal­teten Geräts das Öffnen einer RDP-Sitzung erlauben, um auf dem Remote-PC eines der herkömm­lichen GUI-Tools auszuführen. Auf diese Weise ließen sich die Lücken im Funktions­umfang von Honolulu schließen.

    Server-GUI in einer Remotedesktop-Sitzung von Project Honolulu

    Der wesentliche Vorteil dieses Features besteht darin, dass man die Web-Tools nicht verlassen muss, um einen Remotedesktop zu starten. Dafür ist die Darstellung des entfernten Desktops im HTML-Client aber vergleichs­weise zäh und das Benutzer­erlebnis fällt längst nicht so gut aus wie beim nativen RDP-Client.

    PowerShell-Konsole mit Einschränkungen

    Ähnliches gilt für die PowerShell-Unterstützung von Honolulu. Es ist zweifellos praktisch, mit Hilfe eines einzigen Mausklicks eine Remote-Session auf dem verbundenen Rechner zu starten. Aber dafür kann man etwa nicht die Schriftgröße ändern oder muss sich jedes Mal neu anmelden, nachdem man auch nur kurz zu einem anderen Tool gewechselt hat.

    PowerShell-Konsole im Kontext der Honolulu-Tools

    Das PowerShell-Modul soll wie die RDP-Unterstützung die Verwaltung von Features erlauben, für die Honolulu kein Remote-Management bietet. Während der Remotedesktop für Server mit Desktop Experience gedacht ist, eignet sich PowerShell primär für Server Core oder den kostenlosen Hyper-V Server.

    Management von Windows 10

    Die dritte große Neuerung besteht darin, dass man nun auch Client-Systeme verwalten kann, wenn diese unter Windows 10 laufen oder das WMF 5.x installiert haben. Für diesen Zweck existiert beim Hinzufügen von verwalteten Rechnern nun ein eigener Eintrag mit der Bezeichnung Add Windows PC connection.

    Die Liste der verfügbaren Funktionen ist beim Management von Clients deutlich kürzer.

    Wie sich schnell zeigt, ist die Liste der verfügbaren Funktionen wesentlich kürzer, wenn man sich mit einem Client-Windows verbindet. Microsofts Absicht war es hier, ein Web-basiertes Gegenstück zu den Tools der Computer­verwaltung zu bieten.

    Entsprechend können die Honolulu-Tools im Client-Kontext unter anderem Geräte anzeigen / aktivieren / deaktivieren sowie Firewall-Regeln, Prozesse, Dienste, Zertifikate und Speicher verwalten. Und auch hier stehen die beiden neuen Features für Remotedesktop und -PowerShell zur Verfügung.

    GUI für SET

    Zu den neuen Funktionen zählt schließlich noch, dass die Komponente zur Administration von virtuellen Switches nun auch Switch Embedded Teaming (SET) verwalten kann (siehe dazu: Statt NIC-Teaming: Switch-Embedded Teaming (SET) in Hyper-V 2016). Bis dato gab es dafür kein grafisches Tool, vielmehr beschränkte sich die Administration auf PowerShell.

    Verfügbarkeit

    Die Management-Tools des Project Honolulu Version 1711 können nach einer Registrierung von Microsofts Website heruntergeladen werden. Sie setzen einen modernen Browser wie Edge oder Chrome voraus, der Internet Explorer wird nicht unterstützt.

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