RSAT für Windows 10 Preview: vorerst keine RDS- und RAS-Tools


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    RSAT for Windows 10 PreviewFast gleichzeitig mit der Windows 10 Preview veröffentlichte Microsoft die dazu passenden Remote Server Administration Tools (RSAT). Die Liste der darin versammelten Werkzeuge ist im Vergleich zu Windows 8.1 relativ kurz, was sich aber in ihrer endgültigen Version ändern sollte. Die meisten Tools können auch Server 2012 R2 verwalten.

    Die RSAT sind immer auf eine bestimmte Version von Windows ausgelegt, so dass mit jedem Update des Betriebssystems auch ein solches für die Management-Tools fällig wird. Abhängig davon, wie sehr sich bestimmte Server-Rollen geändert haben oder ob neue Features hinzugekommen sind, bieten die RSAT auch eine gewisse Abwärtskompatibilität.

    Server Manager veraltet auch ältere Windows-Versionen

    Im Fall von RSAT für Windows 10 Preview macht der Server Manager diesbezüglich eine gute Figur. Für die Verwaltung älterer Server-Versionen empfiehlt Microsoft die Installation des neuesten Windows Management Frameworks auf den Zielrechnern, ohne dafür jedoch eine Version zu nennen. Die aktuellste Ausführung für Windows Server 2008 (R2) und 2012 ist das WMF 4.0.

    Bei der Verwaltung von Rollen ruft das Tool eine Liste vom Remote-Server ab, so dass etwa die Namen der Features in deutscher Sprache vorliegen, wenn man einen in Deutsch lokalisierten Windows Server 2012 R2 von Windows 10 Preview aus verwaltet. Umgekehrt ist es möglich, im Server Manager für Windows 8.1 auch solche Rollen zu Windows Server 10 hinzuzufügen, die unter dem Vorgänger noch nicht existierten, wie etwa die des Multipoint-Servers oder Network-Controllers.

    Externe RDS- und RAS-Tools fehlen

    Auch bei der Szenario-basierten Installation der Remote Desktop Services zeigt sich der Server Manager flexibel. So lässt sich ein Windows Server 10 Preview als Session Host zu einer RDS-Bereitstellung hinzufügen, und zwar auch über RSAT für Windows 8.1.

    Die Liste der Remote Server Administration Tools ist unter Windows 10 Preview (links) deutlich kürzer als in Windows 8.1.

    Die bisher unter Windows 8.x und Server 2012 (R2) noch eigenständigen Tools für das Management der RDS sind aktuell bei RSAT für Windows 10 Preview nicht an Bord. Es handelt sich dabei um jene für die Lizenzverwaltung und für das RD Gateway. Das Gleiche gilt für die Administration von BitLocker, Direct Access sowie für Routing and Remote Access (RAS).

    Es ist davon auszugehen, dass die Funktionen dieser Tools ebenfalls in den Server Manager übernommen werden. Er wird so immer mehr zur zentralen Schaltstelle für das Multi-Server-Management, die Features und Rollen nicht nur hinzufügen oder entfernen, sondern diese auch konfigurieren kann.

    Aufruf der RSAT aus Server Manager oder Systemsteuerung

    Diese Funktion als Dreh- und Angelpunkt der Server-Verwaltung hat er auch für die externen Dienstprogramme inne, weil man diese aus dem Tools-Menü starten kann (eventuell nicht vorhandene lassen sich nachträglich in diese Liste aufnehmen). Dies ist umso bedeutsamer, als unter Windows 10 die Kacheloberfläche wieder dem Startmenü weicht und dort keine eigene Gruppe für RSAT angelegt wird.

    Alle Remote Server Administration Tools lassen sich aus dem Server Manager oder der Systemsteuerung starten.

    Nachdem die Desktop-Suche auch unter Windows 10 ihrer Aufgabe nicht gerecht wird und etwa Group Policy Management nicht findet, kann man alternativ alle Werkzeuge in der Systemsteuerung unter System and Security => Administrative Tools starten.

    Hyper-V Manager nicht mehr Teil von RSAT

    Wie gewohnt ist der Hyper-V Manager seit Windows 8 nicht mehr Bestandteil von RSAT, weil das Client-Betriebssystem den Hypervisor enthält und das zu seiner Verwaltung benötigte Werkzeug selbst mitbringt. Es unterstützt explizit alle Versionen von Hyper-V ab Windows 8 bzw. Server 2012 und bietet einige Neuerungen, darunter die Kommunikation über WS-MAN.

    Die RSAT für Windows 10 Preview liegen gewohnt in separaten Ausführungen für die 32- und 64-Bit-Version des Betriebssystems vor. Sie können kostenlos von Microsofts Website heruntergeladen werden.

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