SMP für Linux unter Hyper-V, brisante Novell-Patente, vSphere-Preisreduktion, kostenloses Least Privilege

    Checkliste Hyper-V

    In Microsofts Marketing-Folien gilt das Thema vSMP als abgehakt. Allerdings gibt es das Feature bisher nur für Windows-Gäste, Linux-VMs müssen sich mit einer virtuellen CPU begnügen. Dieser Zustand soll mit den Integration Services 2.1 für Linux beendet werden.

    Sie erschienen eben in einer Betaversion und stellen Linux-Gästen bis zu 4 virtuelle CPUs zur Verfügung. Außerdem können Linux-VMs damit die Systemzeit mit jener in der Parent Partition synchronisieren und mittels Hyper-V-Manager heruntergefahren werden. Wer Linux unter Hyper-V betreiben möchte, kann sich mit diesem neuen White Paper über die beste Vorgehensweise informieren.

    • Novell hat zwar das Angebot des Hedgefonds Elliott Associates abgelehnt, aber die weitere Selbständigkeit des Unternehmens ist damit keineswegs gewährleistet. Möglicherweise war der Übernahmeversuch erst der Anfang für einen Bieterwettstreit. Gerade zum passenden Zeitpunkt hat ein US-Gericht gestern Novell im Streit mit SCO die Rechte auf Unix zuerkannt. Daneben besitzt der Hersteller wie die meisten großen Softwarefirmen ein umfassendes Portfolio mit Patenten, die vor allem dazu dienen, Ansprüche anderer Branchengrößen abzuwehren. Wenn allerdings ein Investor wie Elliott Novell kaufen sollte, dann dürfte er die Firma zerschlagen und die Teile an die Meistbietenden verkaufen. Burton-Analyst Richard Jones versucht sich auszumalen, was der Industrie blühen könnte, wenn Patent-Trolls zum Zug kommen. Die Software-Patente würden sich dann gegen jene richten, die sie über die Jahre vehement gegen jede Kritik verteidigt haben.
    • VMware halbiert in einer Rabattaktion bis zum 15. Juni den Preis für vSphere Essentials von rund 1000 auf unter 500 Dollar, für europäische Kunden kostet die Software 405 Euro. Diese Version richtet sich an kleinere Unternehmen, die besonders durch preiswerte oder gar kostenlose Alternativen von Citrix und Microsoft angesprochen werden. Allerdings fehlen vSphere Essentials, das maximal 3 Server virtualisieren kann, wesentliche Funktionen der großen Ausführungen, mit denen sich VMware von der Billigkonkurrenz absetzen könnte. Dazu zählen vMotion, Fault Tolerance, High Availability und Data Recovery. Außerdem ist im Preis kein Support enthalten.
    • Scriptlogic bietet mit Privilege Authority ein kostenloses Tool an, mit dem sich das Modell der minimal benötigten Benutzerrechte (Principle of least privilege) umsetzen lässt. Unter Windows hat es sich eingebürgert, Standardbenutzern Administratorrechte einzuräumen, wenn einzelne Anwendungen mit geringeren Privilegien nicht zurecht kommen. In Vista und Windows 7 soll die Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) dafür sorgen, dass bei Bedarf und auf Nachfrage die Rechte erhöht werden, während sie für den Normalbetrieb abgesenkt bleiben. Privilege Authority funktioniert auch unter Windows XP SP2. Es nutzt Gruppenrichtlinien, um die Regeln zu verteilen, die mit der Management-Komponente definiert werden. Auf dem Client läuft ein Service, der die erstellten Regeln durchsetzt.

     

    Keine Kommentare