Vergleich: Windows 8.1 Hyper-V, VMware Workstation 10, VirtualBox 4.3

    Hyper-V, VMware Workstation und VirtualBox im VergleichDie drei wichtigsten Virtualisierungsprodukte für den Desktop sind in neuen Ausführungen er­schienen. Windows 8.1 brachte eine aktualisierte Version von Hyper-V, VMware ver­öffent­lichte kurz davor die Workstation 10 und Oracle schloss den Reigen mit VirtualBox 4.3 ab. Wie schneiden die neuesten Releases im Feature-Vergleich ab?

    Hyper-V feierte in Windows 8 sein Debut auf dem Client. Die Portierung des Hypervisors vom Server auf den Client ging zwar mit einigen Anpassungen einher, um den dortigen Anforderungen gerecht zu werden (etwa die Unterstützung des Energiesparmodus). Während Hyper-V bei der rohen Leistungsfähigkeit führend war, erwiesen sich aber VMware Workstation und VirtualBox beim letzten Vergleich als ausgereifter und benutzerfreundlicher.

    Hyper-V mit vollwertiger RDP-Verbindung via Host

    Microsoft versuchte in Windows 8.1, die Defizite von Hyper-V in puncto Bedienung und Komfort zu reduzieren. Deshalb ist der so genannte Enhanced Session Mode eine wesentliche Neuerung von Hyper-V, weil er den Aufbau einer vollwertigen RDP-Verbindung via VMConnect aus dem Hyper-V Manager erlaubt - jedoch nur, wenn in der VM die neuesten Versionen von Windows laufen.

    Der Erweiterte Sitzungsmodus startet mit der Konfiguration der Bildschirmauflösung.

    Das beseitigt zwar nicht die grundlegenden Einschränkungen, die dadurch entstehen, dass eine Interaktion mit dem Gast nur über Remotedesktop möglich ist (kein Drag & Drop, limitierter Support für USB). Aber das neue Feature erspart zumindest den umständlicheren Aufbau einer direkten RDP-Verbindung mit dem Gast.

    VMware Workstation mit höherer Skalierbarkeit

    Die VMware Workstation VMware bot zuletzt deutlich geringere Maximalwerte bei der Ausstattung von VMs als die beiden Wettbewerber. Die Version 10 kann mit ihnen immer noch nicht gleichziehen, erhöht aber immerhin das Limit von 8 auf 16 vCPUs pro VM. Außerdem fällt mit der Virtual Hardware 10 die Beschränkung von VMDKs auf 2 TB, die Obergrenze liegt nun bei 8 TB.

    Eingeschränkter UEFI- und SCSI-Support von Hyper-V

    Windows 8 Hyper-V bot als einziges der drei Tools keine UEFI-Unterstützung für virtuelle Maschinen. Auch in dieser Hinsicht bringt die Version 8.1 Fortschritte, auch wenn sich diese auf VMs der Generation 2 und damit auf Windows 8.x (64-Bit) und Server 2012 (R2) als Gäste beschränken. Dagegen lassen die beiden anderen Produkte für jede VM die Wahl zwischen BIOS oder UEFI.

    Die Konfiguration von UEFI im Hyper-V Manager beschränkt sich auf Secure Boot und die Startreihenfolge.

    Neu in VMs der Generation 2 ist auch die Unterstützung für das Booten von SCSI-Laufwerken, so dass die Notwendigkeit für IDE entfällt. Auch VirtualBox 4.3 erlaubt nun den Start der VMs von SCSI-CD/DVD, und zwar anders als Hyper-V unabhängig vom Gast.

    Linux nicht mehr Gast zweiter Klasse

    Auch wenn Linux nicht VMs der Generation 2 nutzen kann, so dehnt Hyper-V zumindest Dynamic Memory auf Linux aus, nachdem es bisher Windows-Gästen vorbehalten war. Bei der Unterstützung heterogener Gastsysteme sind die beiden Wettbewerber aber nach wie vor besser als Microsoft.

    Dies zeigt sich nicht alleine an der Zahl der zulässigen Betriebssysteme, sondern auch an der Wizard-geführten Einrichtung von VMs, die bei VMware Workstation und VirtualBox automatisch auf die Gäste zugeschnitten wird.

    Verschachtelte Virtualisierung

    Keine Veränderung gab es durch die Updates bei der Fähigkeit, Intel VT-x oder AMD-V zu virtualisieren. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass man einen Hypervisor in einer VM installieren kann, beispielsweise um vSphere mit mehreren virtuellen Hosts auf einem Rechner testen zu können. Dieses Feature bietet weiterhin nur die VMware Workstation.

    Unterstützung für SSDs

    In einer solchen Lab-Konfiguration erweist es sich zudem als nützlich, wenn der Virtualisierer SSDs emulieren kann. In diesem Fall würde jeder Hypervisor, der in einer VM läuft, einen solchen schnellen Speicher vorfinden, obwohl der Rechner gar keine derartige Hardware besitzt. SSDs werden zum Beispiel benötigt, wenn man VMware vSAN oder vSphere Flash Read Cache testen möchte. Aktuell ist nur die VMware Workstation in der Lage, SSDs zu simulieren.

    In VirtualBox und VMware Workstation kann man ein Laufwerk als SSD markieren.

    Die aktuellen Updates bieten noch eine weitere Form der SSD-Unterstützung. Wenn Gastbetriebssysteme in der Lage sind, ihre Konfiguration automatisch auf diese Speichermedien einstellen, dann müssen sie darüber informiert werden, dass sich ihre virtuellen Laufwerke auf einer SSD befinden. Es ist Aufgabe des Hypervisors, diese Information an die VM durchzureichen (SSD Passthrough). In VMware Workstation 10 und VirtualBox 4.3 kann man diese Eigenschaft explizit setzen.

    Neue Sicherheitsfunktionen

    Die VMware Workstation 10 erweiterte die Möglichkeiten zur Kontrolle von VMs, indem man sie nun mit einem Ablaufdatum versehen kann. Dies erlaubt die zeitlich befristete Weitergabe von Anwendungen. Diese Neuerung ergänzt schon länger vorhandene Sicherheitsfunktionen wie die Verschlüsselung von VMs oder den Passwortschutz für die Einstellungen einer virtuellen Maschine, die den Konkurrenten bis dato fehlen.

    Die VMware Workstation bietet als einziges Produkt verschiedene Mechanismen der Zugriffskontrolle auf VMs.

    Natürlich kann man argumentieren, dass es nicht Aufgabe der Virtualisierungssoftware sein muss, VMs zu verschlüsseln, weil man das auch mit den Bordmitteln des Hosts oder des Gasts machen kann. Aber nicht alle Betriebssysteme bieten derartige Funktionen, und außerdem verbessert es die Portabilität von VMs, wenn die VMware Workstation auf Windows und auf Linux die gleichen Mechanismen verwendet wie VMware Fusion auf dem Mac. Für Hyper-V ist dieses Thema weniger relevant, weil es auf Windows beschränkt ist.

    Videoaufzeichnung von VMs

    Die VMware Workstation 9 hatte im Vergleich mit Windows 8 Hyper-V und VirtualBox 4.2 ein weiteres exklusives Feature, indem sie alle Aktionen in einer VM als Video mitschneiden konnte. In der Workstation 10 wurde dieses Feature entfernt, weil der Hersteller nach eigenen Angaben die schon in der Vorversion aufgetretenen technischen Probleme nicht in den Griff bekam. VirtualBox rüstet dagegen eine solche Aufzeichnungsfunktion nun nach, wogegen sie bei Hyper-V weiterhin fehlt.

    Tabellarischer Funktionsvergleich

    Die folgende Tabelle aktualisiert die Gegenüberstellung zwischen den älteren Versionen der Virtualisierungs-Tools und nimmt eine Reihe weiterer Features auf. Der Vergleich zwischen Windows 8 Hyper-V, VMware Workstation 9 und VirtualBox 4.2. ist weiterhin verfügbar.

      Windows 8.1 Hyper-V VMware Workstation 10 VirtualBox 4.3.
    Typ Bare Metal (Typ 1) Hosted (Typ 2) Hosted (Typ 2)
    CPU-Voraus­setzungen 64-Bit-CPU mit Second Level Address Translation (SLAT) 64-Bit-CPU, Intel VT-x oder AMD-V für 64-Bit-Gäste 64-Bit-CPU, Intel VT-x oder AMD-V für 64-Bit-Gäste
    vCPU pro VM 64 16 128
    RAM pro VM 1TB 64GB 1TB
    vNICs pro VM 12 10 36
    Gast-Zugriff auf USB-Geräte sehr eingeschränkt ja (inkl. USB 3.0) ja
    Virtuelle Audio-Geräte nein (Sound über Audio-Umleitung von RDP) ja ja
    UEFI-Emulation Nur in VMs der Generation 2 mit Windows 8.x bzw. Server 2012 (R2) als Gästen. ja ja
    Memory Overcommit Dynamic Memory, in 8.1 auch für Linux-Gäste Page Sharing, Ballooning Memory Ballooning über Kommandozeile
    Verschachtelte Virtuali­sierung (Nested Virtualization) nein ja (ESXi, Hyper-V) nein
    Virtuelle Netzwerke Extern, Intern, Privat NAT, Bridged, Host-only, Custom NAT, Bridged, Intern, Host-only
    Zuordnung von vNICs zu VLANs ja nein nein
    Scripting PowerShell VXI/vmrun VBoxManage, VBoxTool (Linux-Hosts)
    Unterstützte Host-Betriebs­systeme Feature von Windows 8.1 x64 Pro und Enterprise Windows, Linux (VMware Fusion als eigenes Produkt für Mac OS) Windows, Linux, Mac OS X, Solaris
    Unterstützte Gäste Windows, CentOS, Redhat, SuSE Windows, Linux, FreeBSD, Mac OS X, Netware, Solaris (vollständige Liste) Windows, Linux, Solaris, Mac OS X, OS/2 (vollständige Liste)
    64-Bit-Gäste ja ja ja
    Formate für virt. Laufwerke VHD, VHDX VMDK, VHD VHD, VMDK, VDI, HDD (Parallels), QED (Qemu), QCOW (Qemu)
    Max. Größe für virt. Laufwerke 64 TB (VHDX) 8 TB (mit vHW 10) 2 TB über GUI
    Verschlüsselung von VMs nein ja nein
    Emulation von SSDs nein ja nein
    Virtuelle Floppy ja ja ja
    SSD Passthrough nein ja ja
    Boot von SCSI Nur VMs der Generation 2 Ja Ja
    OVF-Import von Virtual Appliances nein ja ja
    Import physikalischer Systeme (P2V) über separate Tools ja manueller Prozess
    Support für XP-Modus nicht zutreffend, da kein XP-Modus unter Windows 8.x ja manueller Import der VHD in neue VM
    Migration von VMs Cold Migration von/zu Hyper-V Server Cold Migration von/zu ESXi und vCenter, HTTP-Streaming zu VMware Workstation Live-Migration zwischen Virtualbox-Hosts
    Live Storage Migration ja nein nein
    Snapshots ja ja ja
    Online Snapshot Merging ja ja ja
    Full Clones Über Live Storage Move ja ja
    Linked Clones ja, manueller Prozess mit Hilfe von differenzieller Disk ja (Anleitung) ja (Anleitung)
    Fernzugriff RDP VNC, VM-Sharing, HTTPS/HTML5 RDP
    VMs ohne GUI starten (Headless Mode) ja ja (über Kommandozeile) ja (über Kommandozeile)
    Copy & Paste zwischen VMs und Host über RDP-Client, über VMConnect eingeschränkt ja ja
    Shared Folder über RDP-Client ja ja
    Drag & Drop zwischen Host und Gast nein ja experimentell, nur für Linux-Gäste
    Stufenloses Verkleinern und Vergrößern des Gastfensters über RDP 8.x ja ja
    Nahtlose Integration von VM-Anwen­dun­gen in den Host manuell über RemoteApp ja ja
    Video-Mitschnitt der VM-Session nein nein ja

    14 Kommentare

    Bild von UBecker
    UBecker sagt:
    1. November 2013 - 11:48

    Mal ehrlich - im Vergleich werden die Limitierungen der Hardware bei den verschiedenen Produkten besonders hervorgehoben.

    Alle 3 Produkte zielen auf den PC bzw. Workstationbereich. Wer verfügt über eine Workstation mit mehr als 16CPU-Kernen, mehr als 64GB RAM etc? Diese Limitierungen liegen jenseits von "gut und Böse". Wer so riesige Maschinen benötigt sollte überlegen diese auf geeigneter Serverhardware mit den entsprechenden Servervirtualisierungsprodukten einzusetzen.

    Nichts gegen eine Gegenüberstellung, für micht liest sich das als wäre dies tatsächlich ein K.O.-Kriterium.

    Bild von ARjasan
    ARjasan sagt:
    3. November 2013 - 0:42

    Zu "Videoaufzeichnung von VMs"

    >> Die VMware Workstation 9 hatte ... ein weiteres exklusives Feature,
    >> indem sie alle Aktionen in einer VM als Video mitschneiden konnte.

    Das stimmt NICHT !!!
    Die VM Workstation 6,7,8 hatten diese Feature. In V9 wurde "per Design" Fehler eingebaut, so dass mit Feature weiterbeworben wurde, obwohl die erstellten AVI-Dateien NICHT abspielbar waren (BlackScreen-Video).
    Fehler wird von VMWare Support schöngeredet, es wird auf angeblich funktioniedende Alternativplayer (VLC, MPlayer Classic) verwiesen, aber auch die können nicht helfen, weil die Aufzeichnungen SCHROTT sind.
    Innerhalb von V9 wurde Fehler NICHT repariert (angeblich nicht möglich) und es wurde auf kommende Version verwiesen. Da bin ich gespannt, wie es mit V10 aussieht.

    Fazit: Nicht alles womit Hersteller hier bewerben , haben sie wirklich implementiert.

    P.S: Laut VMWare Support handelt es sich um "ganz seltene" Fälle. Nun, ich habe firmenweit auf dutzenden Rechner da überprüfen lassen, weil einige Rechner nur wegen meiner (aus VMWare8 stammende) Empfehlung für Video-Aufzeichnungen mit VMWare V9 ausgerüstet wurden. Hardware/OS alles war bunt gemischt, keine Gemeinsamkeiten: Markengeräte und slbstgebaute Kisten, Laptops/Desktops/Workstations, frische Installationen, versaute Installationen, Neueste OS als Host oder Uralte OS, es gab KEINE EINZIGE FEHELERFREIE AUFZEICHNUNG !!!

    Bild von Wolfgang Sommergut
    4. November 2013 - 0:24

    Danke für den Hinweis, er hat mich veranlasst, die Videofunktion in der Workstation 10 noch einmal zu prüfen. Ich habe dabei festgestellt, dass sie dort entfernt wurde! In der Dokumentation von VMware, auf die ich mich für den Feature-Vergleich verlassen hatte, wird sie aber weiterhin beschrieben.
    Ich habe in VMware-Foren über die Probleme der Movie-Funktion in der Workstation 9 gelesen, konnte sie aber nicht nachvollziehen. Ich war in der WS 9.0.2 unter Windows 7 in der Lage, alle Aktionen einer VM mitzuschneiden und abszupielen.

    Bild von HeinerGo
    HeinerGo sagt:
    26. November 2013 - 15:15

    Für ein mittelständisches Büro habe ich 2007 einen Small Business Server 2003 auf einem VMware Server 2.01 virtualisiert. Das hat ganz gut funktioniert. vor gut einem Jahr sollte auf SBS2011 umgestellt werden, ebenfalls auf virtueller Plattform. Ich habe es mit VMware Workstation 9, Virtualbox 4.x und Hyper-V auf Server 2008 versucht und später auch noch einmal auf dem Windows 8 Hyper-V. Das hat alles funktioniert. Nur leider kommt keine dieser Plattformen mit der Performanz auch nur annähernd an die, des VMware Servers 2.x aus der Steinzeit der Virtualisierung heran. Ich glaube auch nicht, dass sich da mit den aktuellen Produkten etwas verändert hat. Für eine ESX-Lösung wäre dem Kunden die Hardware zu aufwendig gewesen.

    Bild von Torsten Jahnke
    7. Januar 2014 - 20:18

    Diese Gegenüberstellung ist zwar an sich ganz nett, aber die eigentlichen Features fehlen.
    Mal abgesehen von der Tatsache das ich ein wirklich überzeugter Microsoft User und dennoch Windows 8/8.1 Hasser bin, kann ich das mal gar nicht nachvollziehen das man den Desktop HyperV von Microsoft überhaupt mit irgendwas vergleicht. Nichts gegen die Server Version, keine Frage, den lassen wir hier mal außen vor - aber auf der Workstation, das Ding is nicht mal ne Krankheit, das is schlimmer.

    Kein DHCP für die VM's:
    Unter Windows8 den HyperV installieren und "einfach" mal schnell in's Internet? Das ist eine Katastrophe. Mit Powershell und ein bischen statischem Routen und Internet Freigabe - kein Problem, dann Funktioniert das ja doch ganz einfach.
    Übrigens, laut Microsoft - nicht möglich. Server mit DHCP installieren und dann geht's ganz einfach.
    Na ja, frag ich mich was VMWare und VirtualBox da machen. Da geht's ja auch.

    BIOS:
    Auch so ne Geschichte. Is nicht jeder mit nem Hexeditor so bewandert das Bios mal schnell zu modden. Und Einstellungen zu machen? Keine Chance. Und selbst wenn man das Bios mal schnell Modifiziert, dank der "tollen" Funktion von Windows 8 ist ruck zuck das Orginal wieder installiert.

    Netzwerkkarte:
    Jede noch so billige Virtualisierung basiert auf INTEL Karten. Und Microsoft? Ihren Microsoft Adapter. Die arme Firma kann sich da anscheinend keine Lizenz dafür leisten oder was weiß ich, aber wenn man mal ein anderes OS als Windows nutzt - ja, auch die gibt es, dann sieht das schlecht aus.
    Mal schnell ein FreeBSD oder NetBSD drauf installieren - ja nur mit nem schwachsinns Trick und max. 100MBit.
    Gibt zwar ein paar Treiber allerdings muss man die selber kompilieren. Derzeit nur für FreeBSD 8.2, aber ich habs gestern mal mit 8.4 gemacht und mit ein paar Änderungen im Source geht auch das.
    Höhere Versionen wie 9.x oder 10 - ebenfalls nur mit großem Aufwand.

    Virtuelle HDD:
    Unter Windows - selbst mit WindowsNT4 kein Problem. Versucht man allerdings mal ein FreeBSD zu installieren, dann geht das Partitionieren oftmals nur mit einem kleinem Trick und die Installation sowie der zugriff auf die Platten ist extrem langsam. Kurzum - absolut nicht geeignet für LinuxOS. Selbst mit FreeBSD 10 klappts noch nicht wirlich richtig, denn ohne bischen Kernel patchen machen die Platten auch noch zicken.

    Fazit:
    Wenn man nur eine reine Windows Umgebung hat, dann ist der HyperV auf DesktopOS ganz nett. OS drauf - geht. Super. Aber das wars dann auch schon.

    Kein UNITY, kein Internet oder ein halbwegs vernünftiges Netzwerken is damit auch nicht möglich. Will man ein bischen mehr anstellen und vielleicht auch LinuxOS Systeme benutzen, dann braucht man mindestens VirtualBox.

    Allerdings, auch das hat seine Grenzen und dafür gibt es leider nur VMWare - an dem Ding kommt man nicht drum herum wenn man etwas mehr machen will als nur mal schnell ein Windows in einer VM laufen zu lassen.
    Gerade wenn man Systeme entwickelt unter Android, Linux, FreeBSD & Co., dann weiß man warum man entweder 20 PC's braucht oder VMWare Workstation braucht.

    Bild von Zlando Tröller
    Zlando Tröller sagt:
    15. März 2014 - 21:14

    Tolle VMWare-Schleich-Werbung!

    "Jede noch so billige Virtualisierung basiert auf INTEL Karten. Und Microsoft? Ihren Microsoft Adapter. Die arme Firma kann sich da anscheinend keine Lizenz dafür leisten oder was weiß ich, aber wenn man mal ein anderes OS als Windows nutzt - ja, auch die gibt es, dann sieht das schlecht aus." Da ist Microsoft nicht schuld - der Microsoft Netzwerk-Adapter verrichtet seine Arbeit problemlos - und Microsoft kann auch nichts dafür, dass andere Firmen nicht fähig sind einen guten Allround-Generic-Treiber zu coden.

    Bild von Torsten Jahnke
    Torsten Jahnke sagt:
    26. März 2014 - 20:23

    Selbst virtual Box arbeitet mit Intel Adaptern.
    Die Antwort is von dem her schon mal befremdend, weil Sie sicher wissen dass der Adapter im SDK nicht sauber dokumentiert ist.
    Also mit Umwegen kriegt man es hin.
    Nur hellsehen geht bei mir leider nicht. Also wie sollte man den Treiber denn dann realisieren? Das hat nix mit Schleichwerbung zu tun.

    Würde mich mal interessieren wie man das ihrer Meinung nach dann realisiert, einen Treiber schreiben wenn die Hardware nicht dokumentiert ist.

    Bild von Anguel
    Anguel sagt:
    28. Januar 2014 - 21:18

    Habe ich etwas verpasst, oder wurden Themen wie 3D / Direct X / vGPU gar nicht berücksichtigt? Es ist irgendwie typisch für Microsoft, dass es diese Technologien besitzt, aber nur für den Server (!) freigibt. Ich finde das nicht nur dumm, da man sie doch viel eher auf dem Client braucht, sondern auch eine absichtliche Veräppelung von Kunden, die dann doch zu VirtualBox etc. greifen müssen. Ich muss z.B. mein altes XP aufgrund inkompatibler Programme weiterhin parallel zu Win 8 laufen lassen und ja, einige Programme brauchen dort eben nun mal 3D. Da nützt mir auch der schnellste Typ 1 Hypervisor nichts, wenn diese Programme nicht mehr laufen...

    Bild von Wolfgang Sommergut
    28. Januar 2014 - 21:46

    Guter Punkt! Die GPU-Virtualisierung ist dem Hyper-V-Server vorbehalten, um die Grafikleistung von virtuellen Desktops zu verbessern. DirectX scheint unter Windows 8.1 laut dxdiag teilweise unterstützt zu werden (nur Direct3D). Nicht klar ist, ob dies wie bei OpenGL nur Software-mäßig und damit ohne Hardware-Beschleunigung erfolgt.

    Bild von Anguel
    Anguel sagt:
    29. Januar 2014 - 12:34

    Zunächst möchte ich ein großes Lob für dieses Forum aussprechen. Zu vielen Windows- und Virtualisierungsthemen findet man hier sehr interessante Beiträge.

    Ehrlich gesagt kann ich es nicht nachvollziehen, wie kommerzielle Produkte von einem Riesenunternehmen wie MS so schlecht bis gar nicht dokumentiert sein können. Man zahlt für ein Produkt und muss dann aufwendig alles selbst testen oder sich auf Blogs verlassen, in der Hoffnung, dass ein Experte oder Amateur das bereits getestet und richtig verstanden hat...

    Ich habe heute VirtualBox installiert und es ist einfach eine ganz andere Klasse als Client Hyper-V: USB, Sound, 3D - alles da. Bald wird es wahrscheinlich auch VHDX unterstützen, so dass man komplett auf Client Hyper-V und Microsofts sinnlose Zwangslimits verzichten kann.

    Bild von Franz-Georg Clodt
    Franz-Georg Clodt sagt:
    29. Januar 2014 - 16:48

    In der Vergleichstabelle steht, daß Hyper-V keine "linked Clones" unterstützt. Ich finde das Feature der differenzierenden Festplatten erreicht das Gleiche: ausgehend von einer "ge-sysprep-ten" Windows Installation lassen sich blitzschnell weitere Maschinen ableiten. Ideal für Testumgebungen!

    Bild von NurEineAussage
    NurEineAussage sagt:
    15. April 2014 - 10:41

    Hallo,

    sehr schöner Vergleich, aber die SSD Unterstützung ist doch für VBox und nicht VMWare Workstation, oder? Sieht zumindest auf dem Screenshot im Bericht so aus und konnte es auch nicht in VMWare 10 finden.

    Viele Grüße!

    Bild von Wolfgang Sommergut
    15. April 2014 - 13:10

    Der Screenshot zeigt VirtualBox, wo man SSDs explizit markieren kann. Die VMware Workstation 10 reicht diese Information automatisch an die Gastsysteme durch, der Benutzer muss dafür keine Einstellungen ändern.

    Bild von Jurg Brucker
    Jurg Brucker sagt:
    3. Juli 2015 - 15:17

    HeinerGo (Besucher) sagt: 26. November 2013 - 15:15
    Nur leider kommt keine dieser Plattformen mit der Performanz auch nur annähernd an die, des VMware Servers 2.x aus der Steinzeit der Virtualisierung heran.
    Ich lese und suche und suche, aber niemand kümmert sich um die Performance.
    Ich hätte schon erwartet, daß der Windows 7 Leistungsindex mal in
    der richtigen natürlichen Maschine , und unter den verschiedenen Virtualisierungs-Lösungen dargestellt würde. Wer nicht?

    & zu Unterstützung für SSDs
    In einer solchen Lab-Konfiguration erweist es sich zudem als nützlich, wenn der Virtualisierer SSDs emulieren kann. In diesem Fall würde jeder Hypervisor, der in einer VM läuft, einen solchen schnellen Speicher vorfinden, obwohl der Rechner gar keine derartige Hardware besitzt. SSDs werden zum Beispiel benötigt, wenn man VMware vSAN oder vSphere Flash Read Cache testen möchte. Aktuell ist nur die VMware Workstation in der Lage, SSDs zu simulieren.
    --> irgend wie wurde hier eine Aussage zu Hyper-V vergessen.
    Ist es wirklich so, daß eine SSD in einem GrundSystem-PC unter Hyper-V oder Client-Hyper-V sinnlos ist?