Virtuelle Festplatten (VHDs) öffnen und auslesen


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    Disk-Manager VHD-BefehleMit der Virtualisierung von PCs und Server steigt auch die Zahl der Festplatten-Images, so dass man schnell den Überblick verlieren kann, was sie enthalten. Welches Betriebssystem sich auf einer virtuellen Festplatte befindet, sollte normalerweise aus dem Dateinamen hervorgehen, wenn Administratoren einer solchen Konvention folgen. Welche Edition von Windows installiert ist oder welche Updates eingespielt wurden, muss man dagegen auf einem anderen Weg ermitteln.

    Die verlässlichste Methode, um den Inhalt einer VHD zu inspizieren, besteht natürlich darin, von ihr zu booten, oder falls das nicht möglich ist, sie an eine virtuelle Maschine anzuhängen. Wenn man in mehrere VHDs hineinsehen möchte, ist dieses Vorgehen jedoch zeitraubend.

    Dateien und Verzeichnisse inspizieren mit 7-Zip

    7-Zip kann neben vielen anderen Formaten auch VHDs öffnenGanz schnell und einfach geht die Inspektion von virtuellen Festplatten mit einem Tool, das sich ohnehin auf den meisten Rechnern befindet: 7-Zip kann neben vielen anderen Dateiformate auch VHDs öffnen. Voraussetzung dafür ist jedoch mindestens die Version 9.04. Das Packer kann VHDs nur auslesen, es lassen sich damit keine Dateien in die virtuelle Festplatte einfügen. Nebenbei informiert 7-Zip über Spezifika der virtuellen Festplatte, etwa ob es sich dabei um eine dynamische oder fixe VHD handelt.

    VHDs als Laufwerke mounten

    Möchte man detailliertere Informationen über den Inhalt einer VHD, als sich über das Navigieren durch den Verzeichnisbaum erschließen lassen, dann bietet sich dafür DISM an. Allerdings kann das Tool VHDs nicht direkt bearbeiten, vielmehr müssen sie erst gemountet werden. Unter Windows 7 und Server 2008 R2 bietet sich dafür die Datenträgerverwaltung oder diskpart.exe an. Unter XP kann man beispielsweise Gizmo Drive nutzen, um VHDs zu mounten. Allerdings steht DISM dort nicht zur Verfügung, so dass man auf ähnliche Informationen beschränkt ist wie mit 7-Zip.

    Informationen mit DISM auslesen

    Ist eine VHD beispielsweise als Laufwerk e: eingebunden, dann kann DISM unter anderem auslesen, welche Edition von Windows installiert ist:

    dism /image:e:\ /get-currentedition

    Voraussetzung für den Einsatz von DISM ist jedoch, dass das enthaltene Betriebssystem mindestens Vista ist, bei XP verweigert das Tool die Inspektion. Das Update auf eine höhere Edition des in der VHD installierten Windows ist jedoch nicht möglich, der Schalter /set-edition funktioniert nur, wenn man WIM-Dateien für das Offline-Servicing eingebunden hat, VHDs werden nicht unterstützt.

    Weitere nützliche Informationen über den Inhalt einer virtuellen Festplatte liefern die Schalter /get-features (installierte Windows-Komponenten) und /get-apps (alle Anwendungen, die via MSI installiert wurden) und /get-packages (alle Updates und Patches).

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