Virtuelle Maschinen in Virtual PC herunterfahren oder ausschalten

    In den Einstellungen lässt sich festlegen, welche Aktion beim Schließen der VM ausgeführt wird.Wenn ein Betriebssystem in einem virtuellen PC läuft, dann verliert es nicht nur die Kontrolle über die reale Hardware, sondern ändert in vielen Situationen auch sein Verhalten. Das gilt besonders beim Starten und Herunterfahren, wo die virtuelle Maschine das Gastsystem stärker beeinfussen kann als ein physikalischer Rechner. Auch wenn der Virtual PC für das Ausschalten weniger Optionen als die VMware Workstation bietet, so sollte man dennoch wissen, was sie bewirken.

    Während reale Hardware einzig den Netzschalter und die Reset-Taste bietet, um ein Betriebssystem zu beenden, kann der virtuelle PC den Gast auf mehrere Arten zum Herunterfahren bewegen - vorausgesetzt die Integrationsfeatures sind installiert. Da der Virtual PC offiziell nur Windows als Gast unterstützt, stehen diese Erweiterungen jedoch standardmäßig zur Verfügung.

    Fenster schließen = Befehl "Aktion => Schließen"

    In den Einstellungen lässt sich festlegen, welche Aktion beim Schließen der VM ausgeführt wird.Die naheliegendste Variante zum Beenden einer VM liegt darin, einfach ihr Fenster zu schließen. Dies führt nicht zu einem abrupten Ende der Sitzung, vielmehr führt der Virtual PC in diesem Fall die Aktion aus, die unter Einstellungen => Schließen festgelegt wurde. Das Schließen des Fensters ist somit identisch mit dem Befehl Aktion => Schließen aus dem Menü des Virtual PC.

    In den Einstellungen stehen 3 Aktionen zur Auswahl (Ruhezustand, Herunterfahren, Ausschalten) oder die Option, bei jedem Schließen der VM gefragt zur werden, welche der 3 Aktionen gerade ausgeführt werden soll. Dabei ist der Befehl Herunterfahren am einfachsten nachvollziehbar, er entspricht der Aktion, die man über das Startmenü des Gastes auslösen kann.

    Virtual PC kümmert sich um den Ruhezustand

    Dagegen aktiviert die Auswahl von Ruhezustand nicht einen der Energiesparmodi von Windows, vielmehr setzt die Virtualisierungssoftware den Gast außer Gefecht, indem es den Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte schreibt und die VM schließt. Aus diesem Zustand lässt sich das Gastsystem auch dann wecken, wenn der Host in der Zwischenzeit neu gestartet wurde.

    Die Option Ausschalten schließlich entspricht nicht dem Drücken des Netzschalters bei realer Hardware, weil dies bei modernen Rechnern dem Betriebssystem die Chance gibt, geordnet herunterzufahren. Vielmehr ist es äquivalent zum Ziehen des Netzsteckers, so dass auf diese Weise das Dateisystem des Gastes beschädigt werden kann.

    Zusätzlich Option bei Verwendung von Rückgängig-Datenträger

    Ein spezieller Fall ist die Option Ausschalten und Änderungen verwerfen. Sie steht nur zur Verfügung, wenn ein Rückgängig-Datenträger aktiviert wurde. Diese Konfiguration sieht vor, dass die VHD, von der Windows gestartet wurde, nicht mehr beschrieben wird, und Virtual PC alle Änderungen in die .vud-Datei speichert. Wählt man die Variante von Ausschalten, bei der die Inhalte des Rückgängig-Datenträgers verloren gehen, wird die VM so schnell beendet, als sei der Netzstecker gezogen worden. Da der Systemdatenträger nicht verändert wurde, sind jedoch keine Schäden zu befürchten.

    Das Menü Aktionen bietet noch 2 weitere Optionen zum Beenden der virtuellen Maschine. Neu starten tut genau was es verspricht, der Befehl ist besonders dann praktisch, wenn er im Startmenü des Gastes nicht angezeigt wird, wie etwa beim XP-Modus.

    Energiesparmodus für schnelles Reaktivieren der VM

    Der Energiesparmodus friert die VM ein, der Arbeitsspeicher bleibt dabei belegtInteressant ist der Energiesparmodus: Er versetzt nicht, wie man erwarten könnte, den virtuellen Rechner in einen Ruhezustand, wie er beim Ausschalten angeboten wird. Vielmehr friert er die VM ein und reduziert die CPU-Last auf ein Minimum. Im Gegensatz zum Ruhezustand wird der Inhalt des Arbeitsspeichers nicht auf die Platte geschrieben, entsprechend bleibt das RAM belegt. Dafür lässt sich die VM aber wieder blitzschnell aktivieren.

    Bordmittel des Gastsystems

    Wenn man STRG + Alt + Entf an das Gast-Windows schickt, kann man es mit Hilfe des Task Managers herunterfahren.Eine letzte Möglichkeit für das Herunterfahren des Gastes besteht schließlich darin, dessen eigene Funktionen dafür zu nutzen. Zu diesem Zweck kann der Virtual PC den die Tastenkombination Alt + STRG + Entf an das Windows in der VM schicken und auf diese Weise dort den Task-Manager starten. Er bietet alle Windows-eigene Varianten für das Herunterfahren des Systems.

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