VMware vSphere 5.5 Update 2, Remote Office Branch Office Editions

    VMware vSphere 5.5 Update 2Vor der Marktfreigabe von vSphere 6.0, die voraussichtlich im 2. Quartal des nächsten Jahres erfolgen wird, sieht die Roadmap von VMware ein weiteres Update der Version 5.5 sowie neue Editionen der Software vor. Diese basieren auf einer Abrechnung pro VM und sind primär für Außenstellen gedacht.

    Rund 3 Jahre nach der Veröffentlichung von vSphere 5.0 gab VMware einen Ausblick auf das nächste Major Release, der eine ganze Reihe wichtiger Neuerungen bringen soll. Allerdings wird sich dessen Fertigstellung noch bis zum 2. Quartal 2015 hinziehen, so dass der Hersteller noch im 4. Quartal ein Update für die aktuelle Version 5.5 nachreicht und zudem modifizierte Editionen für den Einsatz der Software in Zweigstellen einführt.

    Update bringt mehr als Bugfixes

    Während Updates von vSphere in der Regel nur Fehlerkorrekturen enthalten, bringt das Update 2 der Version 5.5 auch einige Neuerungen. Zu den wichtigsten Bugfixes zählt die Integration von Changed Block Tracking und Storage vMotion, so dass künftig beim Verschieben einer VM auf einen anderen Datastore die Aufzeichnungen über geänderte Blöcke nicht mehr zurückgesetzt werden.

    Vor der Fertigstellung von vSphere 6.0 soll das Update 2 für die Version 5.5 noch einige Verbesserungen bringen.

    Die meisten Neuerungen aktualisieren die Plattformunterstützung für Hardware, Tools und die jüngsten Ausführungen von einigen Gastbetriebssystemen, wie beispielsweise Red Hat Enterprise Linux 7. Außerdem bereitet Update 2 das System auf die Zusammenarbeit mit vCloud Suite 5.8 vor. Die neueste Version dieser Werkzeugsammlung wurde ebenfalls auf der VMworld angekündigt und soll noch im 3. Quartal 2014 verfügbar sein.

    Auch vCenter 5.5 Update 2 wird für die aktuelleren Versionen von Windows Server und der unterstützten Datenbanken angepasst. Es lässt sich somit unter Windows Server 2012 R2 installieren und mit Oracle 12c sowie SQL Server 2012 SP1 nutzen.

    Höhere Skalierbarkeit für ESXi 5.5 Update 2

    Die Unterstützung von neuer Hardware beschränkt sich im Wesentlichen auf die letzte Generation von Intel-CPUs, nämlich auf Haswell-EP. Diese für die Server-Nutzung auslegten Prozessoren enthalten bis zu 18 Kerne.

    Die geplante Anhebung der Konfigurationsmaxima entfällt weitgehend auf vSphere 6.0, das Update 2 erhöht nur den Wert für das RAM

    Mit steigender Leistungsfähigkeit der Hardware möchte VMware die Skalierbarkeit seiner Plattform erhöhen und plant die Anhebung der so genannten Konfigurationsmaxima des Hypervisors. Die meisten Werte werden voraussichtlich mit vSphere 6.0 erhöht, aber das Update 2 soll zumindest den Höchstwert für den Arbeitsspeicher pro Host auf 6TB vergrößern.

    Remote Office Branch Office Editions

    Ebenfalls noch vor dem Erscheinen von vSphere 6.0 ändert VMware die Zusammensetzung der Editionen. So gibt es ab sofort zwei Ausführungen (Remote Office Branch Office Standard und Advanced), die für den Einsatz in dezentralen Unternehmen gedacht sind, und zwar in Außenstellen und Niederlassungen.

    Die beiden vSphere-Editionen für Zweigstellen werden nach VMs und nicht nach CPUs abgerechnet.

    Bis dato gab es für diesen Zweck bereits das Essentials und das Essentials Plus Kit, die nun aufgelassen werden. Der wesentliche Unterschied zu den neuen Remote Office Branch Office (ROBO) Editions besteht darin, dass Letztere per VM und nicht mehr pro CPU lizenziert werden. Sie sind in Paketen zu 25 VMs erhältlich, wobei diese auf beliebig viele Hosts an unterschiedlichen Standorten verteilt werden dürfen. Allerdings ist pro Standort maximal 1 Paket zulässig.

    Nach Untersuchungen von VMware haben die ROBO-Editionen ein erhebliches Marktpotenzial.

    Nach Untersuchungen von VMware läuft rund ein Viertel aller Workloads in solchen Außenstellen, wo im Unterschied zu den zentralen Rechenzentren meist keine Systemverwalter vor Ort sind. Daher erhielten die ROBO-Editionen zusätzlich solche Funktionen, die ihre Verwaltung von der Zentrale aus vereinfachen und ihre Verfügbarkeit erhöhen.

    Dazu zählen Fault Tolerance (FT) und Storage vMotion, in der Advanced Edition kommen Distributed vSwitch und Host Profiles hinzu. Letztere vereinfachen das Deployment von entfernten ESXi-Hosts. Anwender können ROBO-Editionen von einem vorhandenen vCenter 5.5 Standard aus verwalten, wenn sie diesen auf den Stand von Q3 2014 GA bringen.

    Die Preise für die ROBO-Ausführungen liegen vorerst nur auf Dollar-Basis vor. Sie betragen 3000 Dollar für 25 VMs in der Standard Edition und 4500 Dollar in der Advanced Edition.

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