Warnung zu XP-Support mit Script oder Gruppenrichtlinien ausblenden

    Nach der Installation von KB2934207 warnt dieser Dialog vor dem Support-Ende für XP.Das seit einigen Tagen verfügbare Update KB2934207 installiert ein Programm, das in periodischen Abständen auf das Support-Ende für Windows XP am 8. April 2014 hinweist. Wenn man die Benutzer mit dieser Warnung nicht konfrontieren und damit Support-Anrufe vermeiden will, dann lässt sie sich zentral über GPOs oder Login-Scripts unterdrücken.

    Das besagte KB2934207 wird nur auf Home- und Professional-Editionen von XP installiert, die direkt mit Windows Update verbunden sind. Wenn PCs ihre Patches und Bugfixes über WSUS, Intune oder SCCM beziehen, dann sind sie davon nicht betroffen.

    Warnung am 8. eines jeden Monats

    Die Warnung wird von der Datei XP_EOS.exe erzeugt, die das Update unter \windows\system32 installiert. Der Dialog enthält neben dem Hinweis auf das Support-Ende einen Link zu weiterführenden Informationen auf der Website von Microsoft. Er erscheint am 8. eines jeden Monats.

    Das KB2934207 ist verantwortlich für die Warnung vor dem Ende des XP-Supports.

    Allerdings besteht die Möglichkeit, die Wiederkehr der Warnung zu verhindern, indem man die Checkbox "Diese Meldung nicht mehr anzeigen" aktiviert. Unterdrückt ein Benutzer die Warnung auf diese Weise, dann erscheint sie auch für alle anderen User auf diesem PC nicht mehr.

    Registry-Einträge unter HKLM und HKCU

    Das passiert deshalb, weil diese Aktion gleich 2 Registry-Einträge namens DisableEOSNotification setzt, und zwar unter den Zweigen HKEY_LOCAL_MACHINE und unter HKEY_CURRENT_USER (jeweils unter Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion). Erwartungsgemäß wirkt sich der Eintrag unter HKLM auf alle Benutzer eines Rechners aus, während jener für HKCU nur für die betreffenden User gilt.

    Die Warnung zum XP-Support lässt sich über 2 verschiedene Einträge unterdrücken.

    Die Warnung zum Ende des XP-Supports lässt sich präventiv unterdrücken, indem man die genannten Registry-Einträge vorab selbst setzt. Auf zentral verwalteten PCs bieten sich dafür die Group Policy Preferences oder Login Scripts an. Die elegantere GPO-Variante setzt jedoch voraus, dass die Erweiterungen für Group Policy Preferences unter XP installiert wurden.

    Warnung per Script unterbinden

    Ist das nicht der Fall und möchte man die GPP-Erweiterungen nicht einrichten, dann bleibt als Alternative die Verwendung eines Scripts, das man bevorzugt beim Login ausführt. Dieses kann mit Hilfe von reg.exe den benötigten Registry-Eintrag unter HKLM schreiben (oder analog unter HKCU):

    reg add HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion /v DisableEOSNotification /t REG_DWORD /d 1 /f

    Der Schalter /f dient dazu, Rückfragen zu vermeiden, wenn der Eintrag bereits existiert.

    Registry-Eintrag per GPP setzen

    Entscheidet man sich für Group Policy Preferences, dann legt man ein GPO in der gewünschten Domäne oder OU an und öffnet es im GPO-Editor. Dort wechselt man zu Computerkonfiguration => Einstellungen => Windows-Einstellungen => Registrierung. Anschließend führt man den Befehl Neu => Registrierungselement aus.

    Werte für den GPP-Dialog zur Unterdrückung der XP-Warnung.

    Im folgenden Dialog belässt man es bei der voreingestellten Aktion Aktualisieren, wählt unter Struktur HKEY_LOCAL_MACHINE (oder wahlweise HKEY_CURRENT_USER) und gibt unter Schlüsselpfad SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion ein (man kann dafür auch durch die Registry navigieren). Der Name des Eintrags lautet DisableEOSNotification, als Werttyp nimmt man REG_DWORD und für Wertdaten 1 (hexadezimal).

    Über die Zielgruppenadressierung kann man das GPO auf PCs mit Windows XP beschränken.

    Nachdem man diese Einstellung nur auf XP-Computer schreiben möchte, kann man sich die Möglichkeiten des Item Level Targeting zunutze machen. Zu diesem Zweck wechselt man zur Registerkarte Gemeinsame Optionen und legt unter Zielgruppenadressierung ein neues Element an. Dort wählt man unter Betriebssystem Windows XP aus.

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