Was am Firmen-PC häufig nervt

    Alter PCEs gehört nicht nur zu den gängigen Erfahrungen von Power-Usern, dass der eigene PC zu Hause neuer und leistungsfähiger ist als jener, den der Arbeitgeber auf den Schreibtisch stellt. Auch bei der Software hinkt das Arbeitsgerät dem privaten Rechner oft mehrere Versionen hinterher.

    In vielen Fällen hat das gute Gründe, etwa der Abschreibungszeitraum für die Hardware sowie die hohen Kosten für das Software-Update auf hunderten PCs. Andere Ursachen für die User-Frustration sind indes oft vermeidbar.

    Auf dem Citrix-Blog zählt Chris Fleck eine Reihe von Gründen auf, warum Arbeitsplatzrechner nerven. Dazu gehört das schon erwähnte Alter der Maschine und die daraus resultierende geringe Performance. Nicht unbekannt sind die Überfrachtung der Rechner mit Antivirensoftware, Remote-Management-Tools, wuchtigen Login-Skripts und anderen Bremsern.

    Was darf der Benutzer?

    Den größten Einfluss auf die Zufriedenheit mit dem Arbeitsgerät hat jedoch das Maß der Benutzerfreiheit. Auf aufgabenorientierten Arbeitsplätzen mag ihre Beschneidung nicht weiter stören, aber für Wissensarbeiter ist das Korsett der Mandatory Profiles meistens zu eng. Umgekehrt führen zu große Spielräume zu Wildwuchs und fehlkonfigurierten Rechnern, die Chris Fleck als weiteren Grund dafür nennt, dass Firmen-PCs nerven.

    Seine Liste schreibt er jedoch in der Absicht, Desktop-Virtualisierung als Abhilfe anzupreisen. Tatsächlich kann man bei VDI mit einem schwächeren Arbeitsplatz-PC zufrieden sein, wenn ein leistungsstarker Server für gute Performance sorgt. Aber bei der Benutzerfreiheit schlägt das Pendel in allen zentralistischen Modellen gegen den User aus. Das liegt nicht nur an der Philosophie dieser Ansätze, sondern auch daran, dass etwa die Installation eigener Software in solchen Umgebungen rein technisch nicht vorgesehen ist.

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