Windows 10 aktivieren mit dem Key Management Service (KMS)

    Windows 10 aktivierenFür Firmen mit vielen Windows-PCs stellt Microsoft den Key Management Service bereit, um das Betriebs­system sowie Office zen­tral zu akti­vieren. Die Funktions­weise von KMS ändert sich für Windows 10 nicht, aber wenn man es über eine beste­hende Infrastruktur aktivieren will, dann sind Anpassungen fällig.

    Seit Vista müssen auch Kunden mit einer Volumenlizenz das Betriebssystem aktivieren, das Gleiche gilt für Office seit der Version 2010. Bei einer größeren Zahl von Systemen ist eine interaktive Aktivierung wie bei Consumer-Geräten nicht zumutbar.

    Voraussetzungen für KMS

    Für das zentrale Aktivieren von Windows und Office bietet Microsoft daher zwei Mechanismen an, nämlich Multiple Activation Key (MAK) und Key Management Service (KMS). MAK ist für kleinere Umgebungen gedacht, weil KMS mindestens 25 Clients oder 5 Server bzw. Office-Installationen voraussetzt.

    Architektur des Key Management Service (KMS)

    Eine weitere Bedingung für den Einsatz von KMS besteht darin, dass die aktivierten Client innerhalb von 180 Tagen mindestens einmal den KMS-Host kontaktieren. Mobile Geräte oder PCs in Außenstellen, für die das nicht zutrifft, lassen sich daher nicht auf diesem Weg aktivieren.

    Host auf Workstation oder Server

    Der Key Management Service lässt sich wahlweise auf einer Work­station oder einem Server installieren. Läuft der KMS-Server jedoch unter Windows 7, 8.1 oder 10, dann können damit nur Client-, aber keine Server-Betriebs­systeme aktiviert werden.

    Eine weitere Einschränkung besteht bei den Versionen der Betriebs­systeme, die sich für die Aktivierung von Windows 10 oder Server 2016 eignen. Ältere Versionen des OS werden als Host entweder gar nicht unterstützt oder benötigen einen Hotfix.

    Hinzu kommt, dass es sogar noch Unterschiede nach Editionen gibt. So lässt sich Windows 10 zwar diesem TechNet-Blog zufolge von einem Host unter Windows Server 2008 R2 aktivieren, nicht aber die Enterprise Edition, die dem Long Term Service Branch (LTSB) unterliegt. Das Gleiche gilt für Windows Server 2016, der mindestens Server 2012 als KMS-Server erwartet.

    OS für KMS-Host Unterstützt Windows 10 Unterstützt Server 2016 Benötigt Patch
    Vista,
    Server 2008
    nein nein n. v.
    Windows 7,
    Server 2008 R2
    ja nein ja
    Server 2012 ja ja ja
    Windows 8.1,
    Server 2012 R2
    ja ja ja
    Windows 10,
    Server 2016
    ja ja nein

    Wie man dieser Tabelle entnehmen kann, benötigen Windows 7 und 8.1 sowie die entsprechenden Server-Versionen einen Patch, um als KMS-Host für Windows 10 oder Server 2016 dienen zu können.

    Bei jenem für Windows 8.1, Server 2012 und Server 2012 R2 handelt es sich um KB3058168, Windows 7 und Server 2008 R2 benötigen KB3079821. Alternativ erfüllen die Rollups vom Juli 2016 für Server 2012 sowie für Windows 8.1 und Server 2012 R2 diesen Zweck, weil sie die genannten Hotfixes enthalten.

    1 Kommentar

    Bild von Thomas Pfaff
    Thomas Pfaff sagt:
    30. November 2016 - 12:58

    Kompliment! Gute Zusammenfassung. Umfang genau richtig!