Windows 10 Preview auf früheren Build zurücksetzen oder deinstallieren

    Problembehandlung in Windows REIn Windows 10 liefert Microsoft neue Funk­tionen bekanntlich über kontinuierliche Updates aus. Dieses Modell bestimmt auch die Entwicklung der Preview, wo neue Builds als Updates installiert werden. Ein Vorteil besteht darin, dass man auf einen früheren Status des Betriebs­systems zurück­zukehren kann, falls Probleme auftreten.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass Betaversionen einer Software noch mit Fehlern behaftet sind. Nicht anders verhält es sich mit den Preview-Builds von Windows 10, deren Einspielen gelegentlich Schwierigkeiten bereitet oder bei denen anschließend Probleme auftreten. Beispiele dafür sind die Fehler 0x8024200D und 0xc1900200, die keinen Aufschluss geben, warum das Update auf einen neuen Build gescheitert ist.

    Rollback für das Troubleshooting

    Ähnlich verhält es sich mit dem Fehler 0x80070520, den man angezeigt bekommt, nachdem das Update bei 30% hängen bleibt und der Rechner nach dem fälligen Neustart wieder automatisch auf den vorhergehenden Build zurückkehrt. Empfehlungen, wie etwa das Verzeichnis %systemroot%\SoftwareDistribution zu löschen oder umzubenennen, führen in diesem Fall allzu oft nicht zum erhofften Erfolg.

    Verweigert Windows 10 das Einspielen eines neuen Builds mit dem Fehler 0x80070520, dann kann ein Rollback helfen.

    Eine Lösung, um den neuesten Build trotzdem einspielen zu können, kann darin bestehen, dass man das System auf einen früheren Stand zurückrollt und von dort das neueste Update abruft. Dies ist deshalb möglich, weil die Updates kumulativ sind, also etwa Build 10049 nicht 10041 voraussetzt, sondern etwa auch direkt auf 9926 installiert werden kann.

    Zurücksetzen auf alten Build über WinRE

    Das Zurücksetzen auf einen früheren Build erfolgt nicht, indem man das entsprechende Update in der Systemsteuerung unter Programme => Installierte Updates entfernt. Vielmehr erweitert Microsoft für diesen Zweck das Windows Recovery Environment (WinRE) in Windows 10 um eine entsprechende Option.

    Nachdem die erweiterten Startoptionen wie unter Windows 8 beim Booten des PCs nicht mehr ohne Weiteres erreichbar sind, ist es am einfachsten, aus dem Startmenü von Windows 10 den Befehl Neu starten auszuführen und dabei die Umschalttaste gedrückt zu halten (wenn das System darauf nicht reagiert, sollte man sich abmelden und den Befehl Neu starten bei gedrückter Shift-Taste auf dem Anmeldebildschirm ausführen). Alternativ kann man in der Eingabeaufforderung den Befehl shutdown /o /r ausführen.

    Die Option für das Rollback findet sich in Windows RE unter 'Problembehandlung'.

    In WinRE wechselt man anschließend zu Problembehandlung => Rollback auf vorherigen Build ausführen. Der Vorgang durchläuft in der folgende mehrere Dialoge, wobei man auch das Benutzerkonto auswählen muss, das man dafür verwenden möchte.

    Wenn man verschiedenen Empfehlungen aus diversen Microsoft-Foren glauben möchte, dann soll man sich hier für ein lokales Administratorkonto und nicht für einen Microsoft-Account oder einen Domänen-User entscheiden. Das Zurücksetzen erfordert keinen Download von Dateien für den Vorgänger-Build und geht daher relativ zügig über die Bühne.

    Rückkehr auf Windows 7 oder 8.x

    Hat man Windows 10 als In-Place-Update auf die Version 7 oder 8.x installiert, dann kann es bei Auftreten gravierender Probleme unter Umständen nicht ausreichen, auf ein vorhergehendes Update zurückzukehren.

    Die App 'Einstellungen' erlaubt nach einem In-Place-Update die Rückkehr zu Windows 7/8.x.

    Wenn man in diesem Fall Windows 10 ganz loswerden und auf das System auf die frühere Version des Betriebssystems zurücksetzen will, dann ist dafür nicht WinRE zuständig. Vielmehr startet man für diesen Zweck die App Einstellungen und wechselt dort zu Update und Wiederherstellung => Wiederherstellung. Dort findet sich die Option Zu einer älteren Version von Windows wechseln.

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