Windows Server Insider Preview herunterladen und installieren

    Windows as a ServiceMit der Aus­dehnung von Windows as a Service auf das Server-OS stellt Microsoft auch dafür regel­mäßige Feature-Updates bereit, die in einem halb­jährlichen Rhyt­hmus er­scheinen. Vor ihrer Frei­gabe kann man die Neuerungen bereits in der Insider Preview eva­luieren. Die folgende Anleitung zeigt, worauf man dabei achten sollte.

    Mitte dieses Jahres gab Microsoft bekannt, dass Windows Server künftig einem ähnlichen Update-Zyklus folgen soll wie Windows 10. Zuvor gab es dieses Service-Modell zwar schon für Nano Server, der aber kürzlich auf den Einsatz als Container-Image beschränkt wurde. Stattdessen unterliegt jetzt Server Core dem Semi-Annual Channel, so dass Anwender bei Bedarf neue Funk­tionen in kürzeren Abständen erhalten können.

    Registrierung für Insider oder Insider for Business

    Wie am Client dient die Server Insider Preview dazu, das OS noch vor dem offiziellen Release zu testen und eventuelle Kompa­tibilitäts­probleme mit Anwendungen aufzuspüren. Um Zugang zu den aktuellsten Builds zu erhalten muss man sich für die Programme Windows Insider oder Windows Insider for Business registrieren.

    Erforderliche Schritte bis zum Download der Insider Preview von Windows Server

    Anschließend kann man die ISO-Datei von der Preview-Download-Seite herunterladen. Dort stellt Microsoft auch die jeweils passenden Remote Server Administration Tools (RSAT) zur Verfügung, mit denen man den Server von einer Workstation aus verwalten kann.

    Download von Windows Server Insider Preview und den passenden RSAT

    Nur Core im Semi-annual Channel

    Denn wie sich spätestens bei der Installation der Preview zeigt, erhält man bloß Server Core, das nur sehr eingeschränkte lokale Admin-Möglichkeiten bietet. Windows Server mit Desktop Experience unterliegt nämlich ausschließlich dem Long Term Service Channel (LTSC), in dem keine regelmäßigen Feature-Updates vorgesehen sind.

    Auswahl der Editionen beim Setup von Windows Server Insider Preview

    Startet man nach erfolgreichem Download das Setup, dann kann man zwischen den Editionen Standard und Datacenter wählen. Zu den wenigen weiteren Einstellungen, die man an dieser Stelle konfigurieren kann, zählen jene zu Tastatur-Layout, Region und Sprache.

    Anpassung der Zeitzone über GUI

    Das System selbst ist nur auf Englisch verfügbar, was angesichts der spartanischen Oberfläche jedoch keine Einschränkung darstellt. Auf die Installation eines Language Packs kann man daher verzichten.

    Anpassung der Zeitzone und Ländereinstellungen über die Applets der Systemsteuerung

    Die nachträgliche Änderung der länderspezifischen und Zeiteinstellungen ist über die Applets der System­steuerung möglich, die man von der Kommando­zeile durch Eingabe von timedate.cpl bzw. intl.cpl aufruft.

    Basiskonfiguration über sconfig

    Wie bei Server Core üblich, öffnet sich nach der Vergabe des Passworts für Administrator nur die Eingabeauf­forderung. Von dort kann man sconfig.cmd starten, das eine menügeführte Basis­konfiguration erlaubt. Dazu gehören etwa die Anpassung des Hostname, von Windows Update oder der Netzwerk­einstellungen. Auch der Beitritt zu einer Domäne ist hier möglich.

    Schließlich kann man das Tool gleich nutzen, um einen Lizenzschlüssel einzugeben. Microsoft stellt zu diesem Zweck eigene Keys zur Verfügung, so dass man hier nicht auf den eigenen Bestand zurückgreifen muss.

    Lizenzschlüssel eingeben über sconfig

    Sie lauten

    B69WH-PRNHK-BXVK3-P9XF7-XD84W

    für die Datacenter und

    V6N4W-86M3X-J77X3-JF6XW-D9PRV

    für die Standard Edition. Für die Eingabe nutzt man den Menüpunkt 11 und anschließend den Befehl Install Product key.

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